Angesichts der schwachen Konjunktur
Handelsverband: Verletzung der Stabilitätskriterien in Kauf nehmen

Angesichts der weltweit schwachen Konjunktur hat der Groß- und Außenhandel die Bundesregierung aufgefordert, die geplanten Steuerentlastungen auf das Jahr 2002 vorzuziehen und dafür auch eine Aufweichung der Maastrichter Stabilitätskriterien in Kauf zu nehmen.

dpa-afx BERLIN. Der Präsident des Bundesverbandes der Branche, Anton Börner, sagte der Tageszeitung "Die Welt": "Es wäre verkraftbar, wenn wir durch das Vorziehen der Steuerreform kurzfristig ein höheres Haushaltsdefizit hätten als uns der Maastrichter Stabilitätspakt erlaubt. Man muss in außergewöhnlichen Situationen pragmatisch handeln, die Maastricht-Kriterien sind keine heilige Kuh."

Wichtig sei aber, dass allen Marktteilnehmern in Europa erklärt werde, warum Deutschland eine höhere Neuverschuldung in Kauf nehme: "Wir wollen durch das Vorziehen der Steuerreform wieder zur weltweiten Wachstumslokomotive werden", erklärte Börner.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%