Angespannte Lage belastet Unternehmen
Internationalmedia nimmt Prognosen zurück

Der Münchener Filmfinanzierer IM Internationalmedia hat seine Prognosen für 2002 wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche und dem enttäuschenden Start des Films "K-19" gesenkt. Die Aktien brachen zeitweise mehr als 25 % auf ein Jahrestief von einem Euro ein.

Reuters MÜNCHEN. Internationalmedia werde die Prognose für ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) von 15 bis 19 Mill. Euro für 2002 voraussichtlich verfehlen, teilte das im Nemax50-Index gelistete Unternehmen am Freitag mit. Eine neue Vorhersage sei wegen der Unsicherheit im Neugeschäft nicht möglich. Die Umsatzerwartung für dieses Jahr nahm Internationalmedia auf 270 bis 290 Mill. Euro von den ursprünglich in Aussicht gestellten 330 bis 370 Mill. Euro zurück. "Die angespannte Situation in einigen wichtigen Filmverkaufsmärkten erschwert weiterhin den Abschluss von Finanzierungen für neue Filmprojekte", hieß es.

Beim Kinostart in den USA war der als Hauptumsatzträger geplante U-Boot-Thriller "K-19" mit Harrison Ford in der Hauptrolle deutlich hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Daher hatte IM-Vorstand Caspar von Blomberg eine Prüfung der Prognosen bereits im August angekündigt.

Derzeit fehlten gegenüber der ursprünglichen Planung noch rund 20 Mill. Euro an Finanzierungsentgelten und sechs Millionen Euro Erträge aus Filmverkäufen und Bibliothekseinnahmen, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Der schwache US-Kinostart von "K-19" drücke die Planung zusätzlich um rund zehn Millionen Euro. Zudem erhöhten sich die Entwicklungskosten gegenüber der Planung um 8 bis 10 Mill. Euro.

Internationalmedia verfügt den Angaben zufolge über 63,4 Mill. Euro an liquiden Mitteln. "Die Liquidität ist auch bei einem anhaltenden schwachen Neugeschäftsverlauf für das Jahr 2003 gesichert", hieß es in der Mitteilung.

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