Angestrebter Zeitplan gefährdet
Noch keine Einigung über Bau des Transrapids in China

dpa-afx PEKING. In den Verhandlungen über den Bau der deutschen Magnetschnellbahn Transrapid in Schanghai hat es noch keinen Durchbruch gegeben. Der Vorstandsvorsitzende der Siemens AG, Heinrich von Pierer, berichtete am Donnerstag in Peking, alles drehe sich um den Preis. "Am Ende geht es wie immer um die Finanzen."

Chinas Ministerpräsident Zhu Rongji hatte von Pierer zu einem langen Gespräch empfangen. Doch lehnte der Siemens-Chef vor Journalisten genauere Angaben über den Verlauf der Verhandlungen ab, die eigentlich schon vor Weihnachten abgeschlossen werden sollten.

Technologietransfer sei nie ein Punkt in den Diskussionen gewesen, sagte von Pierer. Schließlich müsse der Bau der 35 Kilometer langen Anbindung des internationalen Flughafens an das U-Bahn-Netz von Schanghai, die bereits Anfang 2003 in Betrieb genommen werden soll, schnell gehen.

Erst bei einer "weitläufigen Anwendung" des Transrapids für andere Strecken im Land werde "selbstverständlich Technologietransfer eine Rolle spielen". Bei einem Erfolg der Teststrecke in Schanghai "hat der Transrapid große Chancen, hier zum Verkehrsmittel der Zukunft zu werden", sagte von Pierer.

Transrapid in Schanghai gilt als Test für andere Verbindungen

Die chinesische Seite betrachte die erste kommerzielle Strecke des Transrapids in Schanghai auch als Test für andere Verbindungen im ganzen Land. Informierte Kreise hatten am Vortag berichtet, die deutsche Seite hoffe auf einen Abschluss der Verhandlungen noch vor dem chinesischen Neujahrsfest am 24. Januar.

Von Pierer sah allerdings nicht so sehr ein Problem darin, dass der angestrebte Zeitplan am Ende durch die sich hinaus zögernden Verhandlungen möglicherweise nicht voll eingehalten werden kann. Die Kosten der Strecke liegen bei mehr als 2,5 Mrd. DM.

Siemens ist mit ThyssenKrupp an dem Transrapid-Konsortium beteiligt. Von Pierer war allerdings nicht wegen der laufenden Verhandlungen über den Transrapid nach China gereist, sondern zum Ende einer länger geplanten Asienrundreise.

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