Angriff auf das Briefgeschäft
Verlage wollen Post Konkurrenz machen

Acht deutsche Verlage und Tageszeitungen planen nach Informationen der "Wirtschaftswoche" (WiWo) die Gründung eines Konkurrenzunternehmens zur Deutschen Post World Net.

dpa-afx/afp FRANKFURT. Das neue Zustellnetz solle den Namen "Zweite Deutsche Post" oder "2DP" tragen und alle Arten von Sendungen befördern, welche bislang unter das Briefmonopol der Deutschen Post fielen, berichtete die "Wiwo" ohne Angabe von Quellen.

Künftig wollen die Partner demnach auch Briefe unter 200 Gramm befördern. Für Sendungen in dieser Gewichtsklasse hat die Deutsche Post eine so genannte Exlusivlizenz bis Ende 2007; Konkurrenten bekommen bei der Bonner Regulierungsbehörde nur eine Lizenz, wenn sie zusätzliche Leistungen erbringen.

Die Bonner Regulierungsbehörde für Post und Telekommunikation habe dem Verlegerverbund bereits die nötige Genehmigung, eine sogenannte D-Lizenz vom Typ 4, erteilen lassen, hieß es. Die Günder-Gruppe von "DP2" besteht laut "WiWo"-Informationen aus der Madsack-Gruppe (Hannoversche Allgemeine), der Magdeburger "Volksstimme" (Bauer Verlag), dem "Mannheimer Morgen", dem "Darmstädter Echo" sowie drei Tageszeitungen der Holtzbrinck Gruppe.

Die Verleger wollen mit Anfangsinvestitionen von rund 500 Mill. DM einen bundesweiten Marktanteil von 30% erreichen, hieß es. Das würde die Deutsche Post nach heutigem Stand rund 5 Mrd. DM Umsatz kosten, berichtete die "WiWo".

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