Angst vor Anschlägen am Unabhängigkeitstag
Israel riegelt Orte in Palästinenser-Gebieten ab

Aus Angst vor weiteren Anschlägen hat Israel am Dienstag Städte und Dörfer im Gaza-Streifen und im Westjordanland abgeriegelt. Die Blockade solle für die beiden kommenden israelischen Feiertage in Kraft bleiben und am Freitagmorgen wieder aufgehoben werden, teilte ein israelischer Armeesprecher mit.

Reuters JERUSALEM. Palästinenser, die in Israel arbeiteten, dürften in dieser Zeit nicht nach Israel einreisen. Die vorübergehende Blockade betreffe auch die Grenzen zwischen den Palästinensergebieten und Jordanien und Ägypten. In Israel wird am Mittwoch der Kriegstoten gedacht, am Donnerstag wird der Unabhängigkeitstag gefeiert.

Israel hatte den Gaza-Streifen und das Westjordanland nach Beginn des Palästinenser-Aufstands Ende September abgeriegelt. Vor dem Beginn der Sperre reisten nach Israel täglich bis zu 120 000 Palästinenser ein. Danach wurden die Einreiseverbote immer wieder gelockert oder verschärft. Die Palästinenser sehen die Beschränkungen als Kollektivstrafe für den Aufstand, bei dem bislang mehr als 450 Menschen ums Leben kamen. Die Verbote haben der Wirtschaft in den Palästinenser-Gebieten zugesetzt.

Vor der erneuten Abriegelung hatte Israel am Dienstag die Blockade des Grenzübergangs Rafah zu Ägypten gelockert. Israels Armee kündigte zudem an, in den kommenden Tagen auch die Blockade der Stadt Jericho im Westjordanland aufzuheben. Nach Angaben der israelische Armee fiel die Entscheidung zur Beendigung der Jericho-Blockade nach Sicherheitsgesprächen mit den Palästinensern.

Der Vize-Chef des US-Geheimdienstes CIA, John McLaughlin, bestätigte unterdessen, die CIA habe die jüngsten Sicherheitsgesprächen zwischen Israelis und Palästinensern geleitet. In Israel hatte es entsprechende Medienberichte gegeben. Sie waren bisher nicht von offizieller Seite bestätigt worden. In den Gesprächen geht es um Wege zur Beendigung der Gewalt in den Palästinensergebieten.

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