Archiv
Angst vor Anschlägen - US-Ölpreis weiterhin auf Rekordniveau

Die Gewalt im Irak und die Angst vor Anschlägen auf Pipelines halten den Ölpreis auf Rekordniveau. Am Freitag zog der Preis pro Barrel (159 Liter) in New York auf 45,53 $ an und lag damit um drei Cent oder 0,07 % über dem Schlusskurs des Vortages. Zum Schluss des regulären Handels hatte der Preis am Donnerstag (Ortszeit) bei 45,50 $ gelegen. Dies war die höchste Schlussnotierung seit Beginn des Rohölhandels am Warenterminmarkt Nymex 1983.

dpa-afx NEW YORK/WIEN. Die Gewalt im Irak und die Angst vor Anschlägen auf Pipelines halten den Ölpreis auf Rekordniveau. Am Freitag zog der Preis pro Barrel (159 Liter) in New York auf 45,53 $ an und lag damit um drei Cent oder 0,07 % über dem Schlusskurs des Vortages. Zum Schluss des regulären Handels hatte der Preis am Donnerstag (Ortszeit) bei 45,50 $ gelegen. Dies war die höchste Schlussnotierung seit Beginn des Rohölhandels am Warenterminmarkt Nymex 1983.

Ölhändler in den Staaten und Opec-Analysten in Wien verwiesen auf die Angst vor neuen Anschlägen auf irakische Pipelines, die Probleme beim russischen Ölkonzern Yukos und das am Sonntag bevorstehende Referendum über eine Amtsenthebung von Hugo Chávez, dem Präsidenten Venezuelas. Venezuela ist einer der wichtigsten amerikanischen Öllieferanten. Die Wirbelstürme im Golf von Mexiko beeinträchtigten die dortige Produktion zeitweise, da zahlreiche Bohrinseln evakuiert werden mussten.

Sicherheitslage

Aber auch der Preis für Rohöl der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) steigt unaufhaltsam. Nach Angaben des Opec-Sekretariats in Wien vom Freitag stieg der Korbpreis für sieben wichtige Rohölsorten am Donnerstag auf 40,76 $ (Vortag 40,08 $) für ein Barrel. In London notierte das Barrel am Freitag bei 42,10 $.

Opec-Präsident Purnomo Yusgiantoro (Indonesien) hält es allerdings für möglich, dass die derzeit hohen Ölpreise wegen günstigerer Förderbedingungen im nächsten Jahr sinken. Beispielsweise könnte eine verbesserte Sicherheitslage im Irak den Ölausstoß des Landes erhöhen und so fallende Preise bewirken, sagte Yusgiantoro nach Angaben der Zeitung "Jakarta Post" (Freitagsausgabe). Die indonesische Regierung rechnet unterdessen für 2005 mit durchschnittlichen Kosten von 24 $ pro Barrel.

China Braucht ÖL

Der Rohölbedarf der boomenden Wirtschaft in China hat sich in den ersten sieben Monaten des Jahres weiter erhöht. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Freitag meldete, kletterten die Rohölimporte im Berichtszeitraum um 39,5 % im Vergleich zum Vorjahr auf 70,63 Mill. Tonnen. Presseberichten zufolgen wird der Ölimportbedarf des Landes im laufenden Jahr mit 110 Mill. Tonnen einen neuen Rekordwert erreichen. Damit wäre der Bedarf 21 % höher als noch im Vorjahr.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%