Angst vor Anschlägen zum Weihnachtsfest
Polizei findet dubiose Chemikalien in Paris

Nach einem Chemikalienfund bei mutmaßlichen Moslem-Extremisten in Paris untersucht die französische Polizei, ob das Material zur Vorbereitung eines Anschlags diente.

Reuters PARIS. Innenminister Nicolas Sarkozy sagte am Dienstag vor dem Parlament in Paris, Mitglieder der Spionageabwehr hätten am Vortag vier Männer festgenommen, bei denen zwei Ampullen mit Chemikalien und ein Schutzanzug gegen Chemie- oder Biowaffen gefunden worden sei. Aus Polizeikreisen verlautete, das Ergebnis der Analyse der Chemikalien solle am späten Dienstag vorliegen.

Von den im Pariser Vorort La Courneuve festgenommenen Männer stammten drei aus Algerien und einer aus Marokko, sagte Sarkozy. In Polizeikreisen war zuvor von drei Festnahmen gesprochen worden. Sarkozy zufolge wurde davon ausgegangen, dass die Verdächtigen einige Zeit in Tschetschenien verbracht hatten.

Einer der Männer habe Verbindungen zu Rabah Kadre, einem Nordafrikaner, der wegen Terror-Vorwürfen in Großbritannien festgehalten wird. Die britische Regierung hat Spekulationen zu dämpfen versucht, dass Kadre und zwei andere Männer einen Giftgasanschlag auf die Londoner U-Bahn geplant hatten.

Die französischen Sicherheitskräfte haben aus Angst vor Anschlägen vor dem Weihnachtsfest verstärkt Razzien bei radikalen Moslems ausgeführt. Das Land hat mit fünf Millionen Moslems die größte islamische Gemeinde in Europa. Viele junge Männer sollen von Frankreich aus oder über Frankreich Kontakt zur El-Kaida-Gruppe des Moslem-Extremisten Osama bin Laden gehalten haben und zu Ausbildungen in deren Lagern gewesen sein.

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