Angst vor biologischen Waffen greift um
US-Botschaften sollen Vorräte gegen Milzbrand anlegen

Das US-Außenministerium hat US-Botschaften weltweit angewiesen, Vorräte des gegen Milzbrand wirksamen Antibiotikums Ciprofloxacin anzulegen. Es gebe zwar keine Anzeichen für eine akute Bedrohung, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Richard Boucher, am Mittwoch in Washington. "Aber als Vorsichtsmaßnahmen haben wir unsere Botschaften angewiesen, Vorräte des Antibiotikums Ciprofloxacin für drei Tage anzulegen."

Reuters WASHINGTON. Die Anweisung sei am Dienstag erfolgt, vier Tage nachdem ein Mann im Bundesstaat Florida unter unklaren Umständen an Milzbrand gestorben war. Der Fall hatte die Furcht vor einem Einsatz von biologischen Waffen durch radikale Moslems nach den Angriffen auf Afghanistan verstärkt.

Boucher zufolge haben einige US-Botschaften seit 1998 mit mit dem Anlegen von Antibiotika-Vorräten begonnen. Nach dem Beginn der Angriffe auf Ziele der in Afghanistan regierenden radikal-islamischen Taliban am Sonntag seien genauere Sicherheitsanweisungen ergangen. Die Taliban haben dem moslemischen Extremisten Osama bin Laden Gastrecht gewährt. Die USA machen ihn für die Anschläge am 11. September in New York und bei Washington verantwortlich und haben seine Auslieferung gefordert. Bin Ladens Gruppe El Kaida verfügt nach britischen Angaben möglicherweise über biologische und chemische Waffen.

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