Angst vor Flugzeug
Weißes Haus vorübergehend evakuiert

Ein Kleinflugzeug drang in den gesperrten Luftraum über dem Amtssitz des US-Präsidenten ein - und verursachte so einen Großalarm.

wiwo/ap WASHINGTON. Wegen eines Kleinflugzeugs im gesperrten Luftraum um das Weiße Haus in Washington ist der Amtssitz des US-Präsidenten am Mittwochabend vorübergehend evakuiert worden. Die Cessna landete später ohne Zwischenfall im US-Staat Virginia. Nach Polizeiangaben hatte sich der Pilot offenbar verflogen. Nach rund 15 Minuten wurde Entwarnung gegeben; die Beschäftigten durften in das Gebäude zurückkehren.

US-Präsident George W. Bush war erst unmittelbar vor der Räumungsaktion von einem öffentlichen Auftritt zu seinem Wohn- und Amtssitz zurückgekehrt. Er blieb im Weißen Haus und wurde durch nicht näher beschriebene Sicherheitsmaßnahmen geschützt. Aus Polizeikreisen verlautete, das Flugzeug sei in die nach den Anschlägen vom 11. September erweiterte Sperrzone eingeflogen und habe sich dem Weißen Haus auf rund 6,5 Kilometer genähert. Dann habe es abgedreht und sich verspätet mit dem Tower des Flughafens Reagan in Washington in Verbindung gesetzt. Zwei Kampfflugzeuge vom Typ F-16 stiegen unmittelbar nach dem Alarm auf und begleiteten die Cessna nach Virginia.

Es war die erste Räumung des Weißen Hauses seit dem 11. September. Damals war das Haus nach Erkenntnissen der US-Ermittler Ziel eines der entführten Flugzeuge, die bei den Anschlägen in New York und Washington eingesetzt wurden.

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