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Angst vor längerem Krieg treibt Euro-Rentenkurse an

Die Angst der Anleger vor einem sich länger hinziehenden Krieg in Irak haben den Kursen der europäischen Staatsanleihen am Donnerstag Auftrieb gegeben. Investoren bevorzugten die in Krisenzeiten als sichere Geldanlage geltenden Renten, sagten Händler.

Reuters FRANKFURT. "Der Markt geht jetzt von einem länger andauernden Krieg aus und davon profitieren Staatsanleihen", sagte ein Rentenhändler. "Je nach Nachrichtenlage kaufen die Anleger mal etwas mehr Aktien, dann wieder mehr Renten." Ein Frankfurter Händler sagte: "Nichts anderes als der Krieg bewegt im Moment den Rentenmarkt. Aber keiner ist wirklich bereit dazu, große Positionen einzugehen."

Der Bund-Future lag am Nachmittag 48 Ticks im Plus bei 113,81 Punkten. Der Bobl-Future kletterte um 31 Basispunkte auf 111,04 Stellen und der Schatz-Future stieg um zwölf Ticks auf 105,96 Zähler. Die zehnjährige Bundesanleihe notierte 46 Ticks höher bei 102,790 Stellen und rentierte auf diesem Niveau bei 4,145 Prozent.

"Man wird sich zunehmend bewusst, dass es kein schnelles Ende im Krieg geben wird", sagte Philip Shaw, Chefvolkswirt bei Investec in London. Nachdem die Anleger zu Beginn des Irak-Kriegs in der vergangenen Woche noch von einem kurzen bewaffneten Konflikt ausgegangen waren und deswegen verstärkt Aktien gekauft hatten, wird an den Finanzmärkten nach Einschätzung von Analysten und Händlern nun seit einigen Tagen mit einem länger andauernden Krieg gerechnet.

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