Angst vor Milzbrand
Bayer: Ciprobay-Nachfrage in Deutschland gestiegen

Die wachsende Angst vor Milzbrand-Infektionen hat die Nachfrage nach dem Antibiotikum Ciprobay jetzt auch in Deutschland steigen lassen.

vwd DÜSSELDORF. Ein Sprecher der Bayer AG, Leverkusen, sagte am Montag auf Anfrage, dass diese Entwicklung in den vergangenen Wochen deutlich geworden sei. Zahlen nannte er jedoch nicht. Nachdem Ciprobay am vergangenen Freitag auch in Deutschland die Zulassung als Medikament gegen Milzbrand (Anthrax) erhalten habe, bereite sich Bayer nun auf eine weiter steigende Nachfrage vor. So habe die französische Regierung bereits in der vergangenen Woche Ciprobay geordert, mit Großbritannien befinde sich Bayer in Gesprächen.

Deutsche Behörden hätten seit der Zulassung am Freitag aber noch keine Bestellungen für Ciprobay aufgegeben, sagte der Sprecher weiter. Auch ein besonderer Behördenpreis stehe noch nicht fest. Ciprobay kostet im deutschen Großhandel derzeit zehn DM pro Tablette. Die US-Regierung hatte den Leverkusener Chemie- und Pharmakonzern bereits auf einen Staffelpreis von 0,95 bis 0,75 $ heruntergehandelt. Der Behördenpreis lag dort zuvor bei 1,77 $ pro Tablette.

Anders als in den USA ist Bayer in Europa kein exklusiver Lieferant des Wirkstoffs Ciprofloxacin, da das entsprechende Patent hier bereits abgelaufen ist. Allein in Deutschland sind acht Generika-Hersteller mit billigeren Nachahmerprodukten auf dem Markt.

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