Angst vor Rezession drückt Ölpreis
Benzinpreise fallen auf Jahrestief

Sinkende Rohölpreise, eine ruhige Entwicklung des Dollarkurses und der scharfe Wettbewerb auf dem deutschen Benzinmarkt haben die Preise gedrückt.

dpa HAMBURG/BOCHUM. Die Benzinpreise in Deutschland sind auf den tiefsten Stand dieses Jahres gefallen. Sinkende Rohölpreise, eine ruhige Entwicklung des Dollarkurses und der scharfe Wettbewerb auf dem deutschen Benzinmarkt haben die Preise seit ihrem Höchststand im Mai um 30 Pfennig je Liter gedrückt, teilte Aral-Sprecher Detlef Brandenburg am Freitag in Bochum mit.

Im bundesweiten Durchschnitt muss der Autofahrer für Normalbenzin 1,89 DM je Liter bezahlen, Super kostet 1,93 DM, Super Plus 2,02 DM und Diesel 1,59 DM je Liter. Regional liegen die Preise zum Teil deutlich darunter.

Nach den Anschlägen in den USA hat sich der Preisverfall beschleunigt. Ein Fass (159 Liter) Rohöl der Nordsee-Sorte Brent kostet auf den internationalen Märkten nur noch 21,30 Dollar und für OPEC-Öl ist der Preis zeitweise auf unter 20 Dollar gefallen. Das liege unterhalb der Spanne, die von der OPEC angestrebt wird. "Die Rezessionsängste drücken den Preis", sagte der Aral-Sprecher. An den Märkten werde befürchtet, dass eine rückläufige Wirtschaft die Öl- Nachfrage dämpft. Zudem sei das Angebot ausreichend und die OPEC fördert mehr Öl als vereinbart. Die deutschen Tankstellen könnten mit den aktuellen Preisen allerdings keine zufrieden stellenden Gewinne erzielen, so der Aral-Sprecher.

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