Angst vor schwächeren Konjunkturdaten
An der Börse werden fallende Kurse erwartet

Für Freitag rechnen Händler mit weiteren Kursverlusten am deutschen Aktienmarkt. "Vor allem zu Beginn wird es wegen der schlechten Vorgaben aus den USA wohl deutlich runtergehen", befürchtet ein Marktteilnehmer. Dass es sich um einen Freitag handele, mache die Sache noch schwieriger - seit Monaten seien viele Investoren unwillig, über das Wochenende Bestände zu halten.

vwd FRANKFURT. Mehr als 80 bis 100 Punkte werde der DAX aber wohl nicht fallen, sagt ein Beobachter. "Auf diesem Niveau werden dann wohl wieder Käufer nach Gelegenheiten fischen", so die Begründung.

Die Angst vor weiteren schwachen Konjunkturdaten wird weiter belasten, schätzen Marktteilnehmer. Nun werde vor allem auf die US-Daten am Nachmittag gewartet, nachdem sich die Korrektur mit den US-Einzelhandelsumsätzen ausgebildet hatte. In Europa könnten die Wachstumsprognosen noch weiter zurückgenommen werden, heißt es. Auch die Angst vor weiteren Gewinnwarnungen drücke auf die Stimmung. Die Aussagen von Oracle und Adobe werden als eine Art "Gewinnwarnung" aufgefasst, heißt es. Die Anleger befürchten, dass die Phase der Gewinnwarnungen mit dem Jahresende entgegen der bisherigen Hoffnungen doch nicht abgeschlossen wird.

Mit Unverständnis reagieren Händler auf Berichte, denen zufolge der Ausübungspreis für die Aktienoptionen der Investmentbanker der Deutschen Bank gesenkt wird. "Das ist überhaupt nicht nachzuvollziehen - und durchaus kursrelevant. Zum einen geht es um hohe Summen, zum anderen ist es sehr schlecht für das Image", sagt ein Beobachter. Auch das Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) zu Haustür-Immobilienkrediten wird weiter diskutiert. Ein Händler verweist darauf, dass allerdings unklar ist, ob sich Bankkunden jetzt von den Verträgen lösen können. Eine Meldung, der zufolge in der Aufsichtsratssitzung der Deutschen Post von Hinweisen auf ein sehr gut laufendes viertes Quartal gesprochen wurde, könnte laut Händlern die Stimmung für die Deutsche Post stützen.

Vorbörslich nennen Händler folgende erste Taxen (Vortagesschluss in Klammern): Allianz 257 zu 258 (258,10 Euro), Daimler-Chrysler 44,80 zu 45,00 (44,26 Euro), Eon 54,20 zu 54,30 (54,41 Euro), Münchener Rück 290 zu 291 (292,11 Euro), SAP 141,00 zu 141,50 (142,25 Euro) und Siemens 68,10 zu 68,20 (68,50 Euro).

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