Angst vor Terroranschlägen
Botschaften in Riad geschlossen

Deutschland hat wie die USA und Großbritannien aus Furcht vor drohenden Anschlägen seine Botschaft in Riad zumindest teilweise vorübergehend geschlossen.

Reuters RIAD/BERLIN. Die Konsularabteilung der Botschaft in der saudiarabischen Hauptstadt sei bis Freitag für den Publikumsverkehr geschlossen, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Dienstag auf Anfrage. Zudem werde die Außenstelle in Dscheddah bis Freitag nicht öffnen. Die USA und Großbritannien hatten aus Furcht vor Anschlägen angekündigt, Botschaften und Generalkonsulate von Mittwoch an vorübergehend zu schließen. In der vergangenen Woche waren bei Selbstmordanschlägen in Riad 34 Menschen getötet worden, darunter acht US-Bürger.

Die US-Botschaft in Riad erklärte, als Reaktion auf Informationen über möglicherweise unmittelbar bevorstehende Anschläge würden die Botschaft und die Generalkonsulate in Dscheddah und Dhahran am 21. Mai geschlossen. Mit einer Wiedereröffnung sei nicht vor Sonntag zu rechnen.

Das britische Außenministerium teilte mit, neben der Botschaft würden weitere Vertretungen für einige Tage geschlossen. "Wir haben glaubwürdige Informationen darüber erhalten, dass weitere Terrorangriffe auf nicht näher bezeichnete Ziele in Saudi-Arabien geplant werden und in Kürze stattfinden", sagte eine Sprecherin des Außenministeriums in London. Die Botschaft in Riad, das Konsulat in Dscheddah und die Handelsvertretung in El Chobar würden von Mittwoch an für den Publikumsverkehr geschlossen. Die Situation werde weiter beobachtet, es sei aber geplant, die Vertretungen am Samstag wieder zu öffnen, sagte die Sprecherin.

Bereits am Montag hatte der saudiarabische Botschafter in den USA, Prinz Bandar bin Sultan, gesagt, er gehe davon aus, dass die Drahtzieher der Anschlägen von Riad weitere Aktionen planten. "Ich denke, dass sie darauf abzielen, etwas viel Größeres zu machen." Darauf deuteten auch saudiarabische und US- Geheimdienstinformationen hin. Hinter den Anschlägen von Riad wird die Extremisten-Gruppe El Kaida vermutet. Die USA machen El Kaida und ihren Anführer, den Moslem-Extremisten Osama bin Laden, für die Anschläge in den USA am 11. September 2001 verantwortlich.

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