Anhaltende Dollarschwäche erwartet
Euro zieht deutlich an

Der Euro hat am Nachmittag die Marke von 92 US-Cent übersprungen

dpa-afx FRANKFURT. Der Euro hat am Nachmittag die Marke von 92 US-Cent übersprungen. Bis 16 Uhr kletterte die Gemeinschaftswährung auf einen Kurs von genau 0,9200 US-Dollar. Ein Dollar war damit 2,1259 D-Mark wert. Am Nachmittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 0,9219 (Donnerstag: 0,9060) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 2,1215 (2,1588) DM.

"Sollten sich die aktuellen Ereignisse weiter zuspitzen, werden sich die Marktteilnehmer vom Dollar verabschieden," sagte Stefan Schilbe von HSBC Trinkhaus & Burkhardt. "Wir haben im Augenblick eine Dollarschwäche und keine Eurostärke", fügte Schilbe hinzu. Die Anleger seien im Vorfeld der Eröffnung der US-Börsen unsicher. Die Neigung, den Dollar zu halten, sei dementsprechend gering. Seit den Terrorattacken auf die USA am Dienstag ist die New Yorker Wall Street vom Handel ausgesetzt. Am Montag sollen die US-Börsen wieder geöffnet werden.

Schlechte Konjunkturdaten

Seit Dienstag sei der Dollar nicht mehr der "save-haven", für den er immer gehalten wurde, sagte Schilbe. Und die Konjunkturdaten hätten auch schon vor den Terrorattacken nicht mehr für die US-Wirtschaft gesprochen. Nun sei ungewiss, ob die Vereinigten Staaten bei zurückgehenden Investitionen in den Dollar ihr Leistungsbilanzdefizit weiter finanzieren können.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,6247 (0,6169) britische Pfund, 108,33 (107,88) japanische Yen und 1,4984 (1,5040) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold kostete am Nachmittag in London 280,25 US-Dollar.

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