Anhebung der Leitzinsen nicht erwartet
Stimmungsindikatoren in der Eurozone weisen nach oben

Die Stimmungsindikatoren in der Eurozone haben im Mai deutlich nach oben gezeigt und eine stärkere Konjunkturerholung ab der zweiten Jahreshälfte signalisiert.

vwd BRÜSSEL. Der Sammelindex zur Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung in der Eurozone stieg im Mai um 0,4 Punkt auf 99,8. Die am Dienstag von der Generaldirektion Wirtschaft und Finanzen der Europäischen Kommission vorgelegte Schätzung für die Eurozone deckte sich dabei mit den Schätzungen der Analysten. Den Aufwärtstrend begründete die Kommission mit dem gestiegenen Vertrauen in der Industrie und Bauwirtschaft.

Die Zuversicht der Industrie in der Eurozone erhöhte sich im Mai gegenüber April um zwei Punkte und betrug minus neun. Auch in der Bauwirtschaft erhöhte sich das Vertrauen, und zwar um drei Punkte auf minus neun. Zudem blickten die Konsumenten im Mai wieder optimistischer in die Zukunft. Der entsprechende Index zur Verbraucherstimmung verbesserte sich um zwei Punkte auf minus acht.

Gleichzeitig verbesserte sich der von der Europäischen Kommission berechnete Index für das Geschäftsklima in der Eurozone, der ebenfalls Aufschluss über die künftige konjunkturelle Entwicklung in der Eurozone gibt. Dieser erhöhte sich für Mai um 0,40 Punkt auf minus 0,24 Punkt nach minus 0,64 Punkt im April. Im März und Februar hatte der Index noch bei minus 0,60 bzw minus 0,85 gelegen. Die Kommission führte die positive Entwicklung auf eine Zunahme der Auftragseingänge zurück. Die Produktionserwartungen seien hingegen unverändert geblieben, hieß es.

Analysten verwiesen darauf, dass die Daten die Sichtweise einer seit diesem Frühjahr anziehenden Konjunktur bestätigten. Zudem würde die unerwartet deutliche Verbesserung des Konsumklimas - erwartet worden war hier ein unveränderter Wert beim Verbrauchervertrauen von minus zehn - eine Belebung der privaten Nachfrage im zweiten Halbjahr signalisieren. Trotz der insgesamt positiven Daten sei jedoch für Donnerstag kaum mit einer Anhebung der Leitzinsen durch die Europäische Zentralbank zu rechnen, hieß es weiter.

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