Anhörung vertagt
Richter entzog polterndem Milosevic das Wort

Schneller als geplant endete am Donnerstag die zweite Vorführung von Slobodan Milosevic vor das UN - Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.

dpa DEN HAAG. Richter Richard May entzog dem früheren Präsidenten Jugoslawiens kurz entschlossen das Wort, als dieser nicht aufhören wollte, den UN-Gerichtshof illegal zu nennen und ausführlich über seine Haftbedingungen zu klagen.

Der Prozess gegen Milosevic wegen Verbrechen im Kosovo soll nach den Vorstellungen des Gerichts Anfang 2002 beginnen.

May hatte den Angeklagten mehrfach darauf hingewiesen, dass etwa Fragen der Haft von der Verwaltung geklärt werden müssten und dass Milosevic einen Anwalt zu seiner Verteidigung benennen solle. Das Gericht vertagte sich auf den 29. Oktober.

"Ich anerkenne dieses Tribunal nicht", rief Milosevic. Zuvor hatte er kritisiert, dass er mit den anderen Häftlingen nicht in Kontakt treten dürfe. "Niemand braucht Angst zu haben vor der Wahrheit", rief er. Auf der Seite des Gerichts befinde sich eine militärische und politische Maschinerie. "Auf meiner Seite ist nur die Wahrheit", sagte er.

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