Anhörung vor dem Europäischen Parlament
EZB-Präsident Duisenberg hält Euro für stärker

Reuters BRÜSSEL. Der Euro-Kurs spiegelt nach Einschätzung von EZB-Präsident Wim Duisenberg nicht die Fundamentaldaten in der Euro-Zone wider. Dies bekräftigte Duisenberg bei einer Anhörung des Europäischen Parlaments am Donnerstag in Brüssel.

Duisenberg sagte weiter, er bedauere die Auswirkungen, die sein Interview in der britischen "Times" ausgelöst hatte. Duisenberg hatte darin vor einigen Wochen Interventionen der Europäischen Zentralbank (EZB) für den Fall eines Nahost-Krieges ausgeschlossen. Der Euro war daraufhin auf ein Allzeittief gefallen. Die Gemeinschaftswährung hatte sich danach ungeachtet mehrerer Interventionen der Notenbanken nicht nachhaltig erholen können und lag am Donnerstag bei Werten um 0,8440 $.

Zeitpunkt zu früh, um Erfolg der EZB-Interventionen zu beurteilen

Nach den Worten von EZB-Präsident Wim Duisenberg ist es viel zu früh, um über die Auswirkungen der EZB-Interventionen auf den Euro-Kurs zu urteilen. Die EZB verfolge jedoch kein Wechselkursziel, sondern ein Preisstabilitätsziel, bekräftigte Duisenberg während einer Anhörung vor dem Europäischen Parlament am Donnerstag in Brüssel. Das Ziel der Preisstabilität sei weiter am Verbraucherpreisindex ausgerichtet.

Die EZB hatte in den vergangenen Wochen mehrmals einseitig mit Stützungskäufen an den Devisenmärkten interveniert, um der angeschlagenenen Gemeinschaftswährung unter die Arme zu greifen. Damit hatte sie jedoch keine Trendwende bei der Kursentwicklung bewirkt. Der Euro lag am Donnerstag bei Werten um 0,8440 $, gut zwei Cents über seinem Allzeittief.

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