Anhörungen im Kartellverfahren
Microsoft bittet um Aufschub

Microsoft hat um einen zweiwöchigen Aufschub der für die kommende Woche angesetzten gerichtlichen Anhörungen zu möglichen Sanktionen gegen den US-Software-Konzern gebeten.

Reuters WASHINGTON. Das Unternehmen brauche weitere Zeit, um einen überarbeiteten Vergleichsvorschlag im Kartellverfahren abzuwägen, schrieb Microsoft in einem am Dienstagabend (MEZ) veröffentlichten Antrag an die zuständige Bezirksrichterin Colleen Kollar-Kotelly. Am Mittwoch sollte zunächst eine Anhörung darüber beginnen, ob der Vergleichsvorschlag im öffentlichen Interesse ist.

Die neun Bundesstaaten, die sich dem Vergleich zwischen der US-Regierung und dem Software-Konzern bislang nicht anschlossen, hatten am Montag einen revidierten Kompromissvorschlag vorgelegt. Der Vorschlag sei überraschend gekommen, nachdem Microsoft bereits mit den Zeugen von acht Bundesstaaten dieser Gruppe gesprochen hatte, teilte das Unternehmen mit.

Im November hatte sich der Konzern mit der US-Regierung auf einen Vergleichsvorschlag geeinigt, mit dem der jahrelange Rechtsstreit um das Marktmonopol von Microsoft beim Betriebssystem Windows beigelegt werden soll. Dieser Kompromiss wird bisher aber nur von der Hälfte der ebenfalls klagenden 18 US-Bundesstaaten mitgetragen. Die anderen neun Staaten fordern härtere Sanktionen.

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