Anissina/Peizerat auf Goldkurs
Winkler Lohse mit gutem Olympia-Start

Die Eistänzer Kati Winkler/Rene Lohse sind gut in die Olympischen Winterspiele in Salt Lake City gestartet. Nach den Pflichttänzen liegen die Berliner, die wegen der Verletzung von Lohse zuvor lange pausieren mussten, an achter Position.

HB/dpa/sid SALT LAKE CITY. Vor dem Originaltanz am Sonntag und der Kür am Montag führen die Franzosen Marina Anissina/Gwendal Peizerat vor den Russen Irina Lobatschewa/Ilja Awerbuch. Die Weltmeister Barbara Fusar-Poli/Maurizio Margaglio sind Dritte.

Nach dem Preisrichterskandal im Paarlauf wird der Ausgang im Eistanz mit Spannung erwartet. Bei den Europameisterschaften im Januar hatten sich Anissina/Peizerat gegen die italienischen Weltmeister durchgesetzt. Nach dem Quickstep und dem Blues votierten die Preisrichter im mit 15 600 Zuschauern ausverkauften Salt Lake Ice Center erneut für die gebürtige Russin und ihren Partner aus Lyon.

Winkler/Lohse konnten mit ihrem Auftritt drei Monate nach der schweren Knieverletzung des Berliners - bei einem Sturz zog sich Lohse einen doppelten Bänderriss im linken Knie zu, die Rehabilitation geriet zu einem Wettlauf gegen die Zeit - zufrieden sein. Der 28-Jährige läuft bei Olympia noch mit einer Knieschiene, die das Gelenk stabilisieren soll. "Sie haben sehr ordentliche Tänze präsentiert", sagte Udo Dönsdorf, Sportdirektor der Deutschen Eislauf-Union (DEU): "Die beiden wussten nicht, wie sie eingestuft werden. Jetzt haben sie eine gute Basis geschaffen." Im Vergleich zur Weltmeisterschaft haben die in Oberstdorf lebenden Sportsoldaten einen Platz verloren, den sie jedoch in den weiteren Wettkampfteilen noch aufholen können.

Die zwei simplen Pflichttänze im Salt Lake Ice Center waren für Kati Winkler und Rene Lohse denn auch so wertvoll wie die schönste Kür. "Auf uns hat gewaltiger Druck gelastet, jetzt wissen wir wieder, wo wir stehen", sagte die Berlinerin anschließend. Nach der langwierigen Rehabilitation Lohses mussten die Schützlinge von Trainer Martin Skotnicky ohne jede Wettkampferfahrung auf das olympische Eis - eine völlig neue Situation für beide. Mit Rang acht können die beiden jedoch gut leben. Winkler: "Wir wollen uns nicht verschlechtern, und dieses Ziel ist auf jeden Fall noch erreichbar." Anderen in einer ähnlichen Situation ging es weit schlechter: Die letztjährigen WM-Neunten Naomi Lang und Peter Tschernischew beispielsweise, die ebenfalls verletzungsbedingt zu Saisonbeginn lange ausfielen, wurden trotz Heimvorteils bis auf Rang zwölf durchgereicht.

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