Ankara sagt Extremisten-Gruppe den Kampf an
Türkei: Linksextreme bekennen sich zu Selbstmordanschlag

Eine linksextreme türkische Gruppe hat sich zu dem Selbstmordattentat in Istanbul bekannt, bei dem am Montag drei Menschen getötet wurden. Eine entsprechende Mitteilung der Brüsseler Exil-Vertretung der Revolutionären Volksbefreiungsfront (DHKP-C) ging am Dienstag bei der Nachrichtenagentur AFP in Ankara ein.

afp ANKARA. Bei dem Anschlag im belebten Taksim-Viertel im europäischen Teil der türkischen Metropole waren weitere 20 Menschen zum Teil lebensgefährlich verletzt worden. Nach Ermittlungen der Behörden wurde die Tat von einem 25-jährigen DHKP-C-Mitglied begangen. Offenbar wollte der Täter gegen die Haltung Ankaras im Konflikt mit den hungerstreikenden Häftlingen in den Gefängnissen des Landes protestieren.

Die DHKP-C ist die treibende Kraft hinter dem seit fast einem Jahr anhaltenden Hungerstreik gegen die Einführung neuer Gefängnisse in der Türkei. Bisher sind 33 Hungerstreikende gestorben. Innenminister Rüstü Kasim Yücelen forderte am Dienstag in Istanbul ein Ende des Hungerstreiks und anderer Protestaktionen linker Gruppen gegen die umstrittene Gefängnisreform in der Türkei. Wenn nötig, würden die Behörden aktiv, um die Aktionen zu beenden. "Der Staat ist mächtig", sagte der Minister. Die Linksextremisten müssten einsehen, dass ihre Aktionen den Staat nicht von seiner Entschlossenheit abbringen könnten.

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