Ankauf von Aktien
Japanische Zentralbank pumpt Liquidität in den Markt

Die japanische Zentralbank will vor dem Hintergrund der jüngsten Kursstürze an der Börse mit zusätzlicher Liquidität für Stabilität im Finanzsystem sorgen. Zu diesem Zweck wollte die Bank von Japan (BoJ) am Mittwoch Finanzinstituten eine weitere Billion Yen (rund acht Mrd. ?) bereitstellen, wie Medien berichteten.

HB/dpa TOKIO. Die selbe Summe hatte die BoJ bereits am Vortag in den Markt gepumpt, nachdem die Tokioter Börse angesichts wachsender Besorgnis vor einem möglichen Irak-Krieg auf ein neues 20-Jahres-Tief gestürzt war.

Die jüngste Liquiditätsaufstockung erfolgt mit Blick auf das Ende des laufenden Geschäftsjahres am 31. März, wenn die Banken des Landes ihre Bücher schließen. Den Instituten drohen durch den jüngsten Kursverfall enorme Buchverluste auf ihre Aktienbestände. Die Zentralbank hatte zuletzt Mitte Februar mitgeteilt, dass sie bis zum Ende des laufenden Finanzjahres weitere Liquidität zur Stabilisierung des Finanzsystems bereitstellen werde, sollte dies notwendig werden.

Daneben ist die Notenbank weiter dabei, den Banken des Landes auch durch den Abkauf von Aktien unter die Arme zu greifen. Die unter massiven Problemkrediten ächzenden japanischen Banken verfügen über hohe Aktienbestände und sind damit der Volatilität am Aktienmarkt ausgesetzt. Nach Angaben vom Mittwoch beläuft sich die Summe mit Stand Montag inzwischen auf 906 Mrd. Yen. Bis Ende des Monats rechnen Experten damit, dass der Gesamtwert der von der Zentralbank aufgekauften Aktien die Marke von einer Billion Yen erreichen wird.

Auf diese Weise soll die Gefahr für die Geschäftsbanken des Landes durch Kursverluste bei ihren Aktienbeständen verringert werden. Das für Zentralbanken ungewöhnliche Verfahren hatte die BoJ Ende November eingeführt. Bis Ende September plant die Bank von Japan den Finanzinstituten Überkreuzbeteiligungen von insgesamt zwei Billionen Yen abzukaufen. Die Regierung des reformorientierten Ministerpräsidenten Junichiro Koizumi und seines Wirtschaftsministers Heizo Takenaka wollen die Lösung der Schuldenkrise verstärkt angehen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%