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Anklage gegen Kohl nicht auszuschließen

In vier Wochen will die Staatsanwaltschaft entscheiden, ob sie ein Verfahren gegen den Altkanzler einleitet.

ap BONN. Die Bonner Staatsanwaltschaft entscheidet frühestens in vier Wochen darüber, ob sie im Zusammenhang mit der Parteispenden-Affäre ein Verfahren gegen Altkanzler Helmut Kohl einleitet. Der Sprecher der Behörde, Bernd König, sagte am Donnerstag zu AP, so lange werde es dauern, bis die am Dienstag bei der Staatsanwaltschaft eingegangene Stellungnahme der Kohl-Anwälte zu den Vorwürfen gegen den CDU-Politiker geprüft sei. "Erst wenn die Prüfung abgeschlossen ist, werden wir entscheiden, wie das Verfahren weiter geht", meinte König.

Meldungen des Westdeutschen Rundfunks, nach denen seine Behörde eine Anklage gegen Kohl vorbereite, bezeichnete König als "absolute Spekulation". Der WDR hatte berichtet, dass sich der ehemalige CDU-Vorsitzende möglicherweise wegen Untreue im Zusammenhang mit der Parteispenden-Affäre vor dem Bonner Landgericht verantworten müsse. Zur Begründung hieß es, die von Kohl verwalteten Gelder hätten sich "außerhalb der Verfügungs- und Kontrollgewalt der Partei" befunden. Der Sender berief sich dabei auf Justizkreise.



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