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Anklage wegen Insiderhandels gegen Ex-CPU-Chef

Augsburg (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Augsburger Software-Unternehmens CPU Anklage wegen verbotenen Insiderhandels vor dem Landgericht Augsburg erhoben.

Augsburg (dpa) - Die Staatsanwaltschaft Augsburg hat gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Augsburger Software-Unternehmens CPU Anklage wegen verbotenen Insiderhandels vor dem Landgericht Augsburg erhoben.

Der Angeschuldigte werde verdächtigt, im Mai 2000 aus einem Aktiendepot seiner Ehefrau 300 000 Aktien veräußert und hierdurch über neun Millionen Euro erlöst zu haben, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit.

Zu diesem Zeitpunkt soll ihm bekannt gewesen sein, dass es erhebliche Probleme im Unternehmen gab, weil CPU einen Vertrag nicht erfüllen konnte und deshalb die Kündigung des Vertrages und die Zahlung einer pauschalierten Vertragsstrafe in Höhe von fünf Millionen D-Mark drohte. Dies sei der interessierten Öffentlichkeit nicht bekannt gewesen.

Nach den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft hatte CPU, deren Aktien von Juli 1999 bis Juni 2000 im Index der 50 größten Aktiengesellschaften des Neuen Marktes (Nemax) notiert waren, in einer Ad-Hoc-Meldung vom Februar 2000 mitgeteilt, dass mit einer Software für Finanzdienstleister der Durchbruch im operativen Lizenzgeschäft gelungen sei und das Unternehmen den größten Einzelauftrag der Firmengeschichte mit einem Auftragsvolumen von mehreren Millionen D-Mark erhalten habe.

Der Kurs der Aktie war am Tage der Veröffentlichung um rund vier Prozent höher als am vorherigen Handelstag, wohingegen der Nemax damals um 3,6 Prozent gefallen war. Der Vertrag war später aufgelöst worden und CPU hatte über 1,5 Millionen Euro Vertragsstrafe gezahlt.

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