Ankündigung
Sulzer Medica bekommt Probleme durch Hüftimplantate

Qualitätsprobleme bei Implantaten und Schienbeinplatten könnten die Medizintechnikfirma finanziell erheblich belasten. Die hohen Kosten durch notwendige neue Operationen seien durch die Versicherung nicht komplett gedeckt.

Reuters WINTERTHUR. Die Medizintechnikfirma Sulzer Medica schliesst erhebliche finanzielle Belastungen aus den Problemen mit Hüftschalenimplantaten und Schienbeinplatten in den USA nicht aus. Angesichts der erhöhten Anzahl von Revisionsoperationen bei der Inter-Op Hüftschale und negativen klinischen Resultaten bei der Schienbeinplatte und der daraus resultierenden Ansprüche und Kosten für Patienten werde die Versicherungsdeckung wahrscheinlich überschritten, teilte Medica am Montag mit. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die nicht-versicherten Kosten einen erheblichen negativen Effekt auf die operativen Resultate, die Finanzlage oder Liquidität von Medica haben könnten, hiess es.

Weiteren Angaben zufolge waren bis einschliesslich 12. Juni 2001 bei der US Sulzer Orthopedics Inc. -Tochter etwas mehr als 1900 Revisionsoperationen bei den Hüftschalenimplantaten gemeldet. Bei den Knieprothesen, deren Teil die Schienbeinplatte ist, wurde eine Reihe negativer klinischer Resultate beobachtet und 65 Revisionsoperationen gemeldt. Die betroffene Schienbeinplatte ist nicht mehr auf dem Markt; sie wurde bei rund 1600 Patienten implantiert, davon etwa 1350 in den USA.

Weiter hiess es, dass bis 1. Juni 2001 gegen Sulzer Orthopedics oder Sulzer Medica rund 800 Klagen vorlagen, wovon 51 als Sammelklagen zugelassen wurden.

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