Anlageform hat sich als Alternative durchgesetzt
Silvester-Gala der Zertifikate

Blick zurück und Blick nach vorn - Wertpapier-Analysten werden um die Jahreswende verstärkt um längerfristige Prognosen bemüht. Wer wüsste nicht gerne, was die nächsten Monate bringen werden?

Noch fallen die Prognosen für 2005 nicht euphorisch aus, wenngleich Dax und Dow Jones - endlich - leicht im Plus liegen. Zu spüren ist eine verhalten optimistische Stimmung bei Erwartung minimaler Aktienrenditen. Etablierte Anlageformen haben den Anlegern auf Grund der lang anhaltenden Seitwärtsbewegung in 2004 wenig Freude bereitet. Zertifikate dagegen haben sich in Zeiten niedriger Volatilität erfolgreich gezeigt und sich vor diesem Hintergrund bei den Anlegern im vergangenen Jahr als echte Alternative durchgesetzt. Der Grund: Mit diesen Papieren können Strategien abgebildet werden, die - wenn überhaupt - für Privatanleger nur mit hohem Aufwand möglich wären: Strategien für jede Markterwartung und jede Anlegermentalität.

Die Zahlen sprechen für sich. Waren es 2003 noch 15 Mrd. Euro, die in Zertifikate flossen, so wird für 2004 mit einer Verdoppelung des Anlagevolumens gerechnet. Die Erwartungen für 2005 liegen bei 60 Mrd. Euro, wobei dem Wachstum noch keine Grenzen gesetzt sind. Bisher haben rund 500.000 private Anleger Zertifikate für sich entdeckt. Verglichen mit 12 Mio. Fondsanlegern, wird gleichzeitig das noch vorhandene Potenzial in Deutschland sichtbar.

Als Depotbeimischung beliebt

Da die Papiere äußerst flexible Chance-Risiko-Profile ermöglichen, gibt es keinen Anlegertyp, der Zertifikate nicht mindestens als optimale Depotbeimischung in Erwägung ziehen könnte. Die Frage nach ihrer Eignung als Anlagealternative haben Zertifikate also beantwortet - bestätigt durch die breite und nachhaltige Akzeptanz der Anleger in 2004.

Bleibt die Frage nach dem "richtigen" Papier und der "richtigen" Strategie. Ausschlaggebend sind die persönlichen Kriterien des Anlegers: Risikoprofil, gewünschter Anlagehorizont und schließlich die Investmentidee. Damit wird die Auswahl im Angebotsdschungel bereits eingegrenzt.

Welche Papiere für wen?

Gehen wir beispielsweise von einem sicherheitsorientierten Anleger mit einem mittelfristigen Anlageziel von vier bis acht Jahren aus, so können Garantie- und Protectzertifikate in die engere Wahl kommen. Dabei gilt: Sicherheit hat ihren Preis, je höher sie ist, desto geringer die Chancekomponente und umgekehrt. Anleger, die den Ertrag vor der Sicherheit fokussieren und von noch geringen Kursschwankungen ausgehen, setzen auf Discount- oder Bo-nuszertifikate. Neben den seit einigen Jahren bewährten Discount-Zertifikaten haben sich gerade die Bonus-Zertifikate im vergangenen Jahr als Standardprodukte etabliert.

Es gilt also, die Flexibilität dieser Anlagekonzepte für das kommende Jahr optimal zu nutzen. Und dabei gibt es nicht eine Patentlösung: Individuell gewählte Bausteine entfalten im Zusammenspiel ihre Wirkung. So kann mit Zertifikaten von steigenden, stagnierenden, aber auch von fallenden Kursen profitiert werden. Als Beimischung in einem langfristig ausgerichteten Depot sind Zertifikate ebenfalls sehr interessant, denn so können langfristige Investmentstrategien mittelfristig glatt gezogen oder auch dem Wirtschaftszyklus entsprechende Branchengewichtungen vorgenommen werden. Die Produktausgestaltungen werden immer innovativer. Es gibt kaum einen Basiswert, auf den nicht auch mit Zertifikaten gesetzt werden kann.

Deshalb: Auf in das nächste, spannende Zertifikate-Jahr!

Der Autor ist Produktmanager der Zertifikate-Abteilung der Bankgesellschaft Berlin AG.

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