Anlass für besondere Sorgfalt gegeben
Nachlässigkeiten nach Abmahnung Grund zur Kündigung

Nachlässigkeiten bei der Bearbeitung von Kundenaufträgen sind nach vorausgegangener Abmahnung stets ein Kündigungsgrund.

HB/dpa FRANKFURT/M. Das hat das Arbeitsgericht Frankfurt in einem Urteil entschieden. Die Richter wiesen damit die Klage einer Filialleiterin gegen ein Autovermietungsunternehmen zurück und erklärten deren ordentliche Kündigung für zulässig (Az.: 2 Ca 10151/01).

Die Arbeitnehmerin war abgemahnt worden, nachdem es in ihrer Filiale wiederholt zu Unstimmigkeiten gekommen war. Unter anderem war ein Fahrzeug an einen zahlungsunfähigen und per Haftbefehl gesuchten Kunden vermietet worden. Nur wenige Tage nach der Abmahnung vergab die Arbeitnehmerin erneut Fahrzeuge, ohne zuvor - wie vorgeschrieben - die Zuverlässigkeit der Kunden überprüft und mit ihnen einen schriftlichen Vertrag abgeschlossen zu haben. Das Unternehmen reagierte darauf mit der fristgerechten Kündigung des Arbeitsverhältnisses. Vor Gericht argumentierte die Arbeitnehmerin, dass in der Vergangenheit in dem Unternehmen wenig auf derartige Formalitäten geachtet worden sei.

Laut Urteil hätte die Filialleiterin jedoch spätestens die "klar und unmissverständlich" formulierte Abmahnung zum Anlass für besondere Sorgfalt beim Abschluss der Mietverträge nehmen müssen.

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