Anlass ist ein Bericht über die Exekutíon von 100 Zivilisten
UN fordert Untersuchung von Massakern in Afghanistan

dpa GENF. Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte hat eine unabhängige internationale Untersuchung von Massakern und weiteren Menschenrechts-Verstößen in Afghanistan gefordert. Jüngster Anlass seien die Berichte über die Exekution von mehr als 100 Zivilisten durch Truppen der regierenden Taliban im vergangenen Monat in der Provinz Bamyan, sagte Menschenrechts-Hochkommissarin Marx Robinson am Freitag in Genf. Sie verurteilte scharf die Angriffe gegen Zivilisten Es sei zu befürchten, dass unter den Opfern des Massakers auch zahlreiche Helfer und UN-Mitarbeiter gewesen seien.

Die UN forderten alle Parteien des bewaffneten Konflikts zur Einhaltung der Menschenrechte auf. Die anhaltenden Kämpfe machten die katastrophale humanitäre Situation immer schlimmer. So seien mehr als 100 000 Menschen Berichten zufolge trotz des harten Winters in Bergregionen umgesiedelt worden. Frauen hätten besonders zu leiden. Die Taliban-Milizen werfen den Vereinten Nationen vor, den Kampf ihrer Gegner mit Sanktionen zu schüren. Die Schließung aller Taliban-Vertretungen im Ausland ist Bestandteil eines Pakets von Sanktionen, mit denen der UN-Sicherheitsrat die Auslieferung des mutmaßlichen Terroristenführers Osama bin Laden durch Afghanistan erzwingen will.

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