Anleger bleiben skeptisch
Infineon bestreitet Liquiditätsproblem

Der Halbleiterhersteller Infineon Technologies ist Spekulationen über einen akuten finanziellen Engpass entgegen getreten.

ddp.vwd MÜNCHEN. Das Unternehmen habe seinen Kreditrahmen noch nicht ausgeschöpft und verfüge für die "nächsten Monate über eine solide Finanzbasis", teilte Infineon am Dienstag in München mit. An der Börse blieben die Anleger dennoch skeptisch: Nachdem Infineon -Papiere am Montag entgegen dem Markttrend fast 6 % ihres Wertes verloren, sackte der Kurs am Dienstag um weitere 3,7 % auf 13,00 Euro ab.

Auslöser für den Kursrutsch war Händlern zufolge eine Studie der Deutschen Bank. Diese hatte weiteren Kapitalbedarf für Infineon prognostiziert, sollte die Marktschwäche bei Speicherchips anhalten. Infineon hatte erst im Juli über eine Kapitalerhöhung 1,5 Mrd. Euro und durch einen Beteiligungsverkauf weitere 700 Mill. Euro eingenommen. Einer früheren Aussage des Infineon-Vorstandsvorsitzenden Ulrich Schumacher zufolge ist der Kapitalbedarf damit für etwa ein Jahr gesichert.

Optimistisch äußerten sich am Dienstag Analysten der Bankgesellschaft Berlin. Sie teilten Befürchtungen über einen bevorstehenden Liquiditätsengpass nicht, hieß es in einer Kurzstudie. Daher stuften die Experten ihr Rating für Infineon von "Reduzieren" auf "Halten" herauf. Einer besseren Einschätzung stünden die unsicheren Auswirkungen der Terroranschläge in den USA entgegen.

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