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Anleger lösen Gewinne ein

Nach einem festen Start in die Börsenwoche geben die wichtigsten US-Indizes in den Mittagsstunden einen Teil ihrer Gewinne wieder ab. Nachdem der Index der US-Technologiewerte im frühen Handel rund drei Prozent stieg, löste ein Teil der Anleger ihre Gewinne ein. Beide Indizes notieren leicht in der Gewinnzone.

Neuigkeiten vom Schlachtfeld der Präsidentschaftswahlen hatten am Morgen die Märkte beflügelt. Katherine Harris, die Innenministerin aus Florida erklärte George W. Bush gestern zum Wahlsieger in dem US-Bundesstaat. Die Demokraten kündigten jedoch bereits an, das Ergebnis anzufechten. Auf die erlösende Nachricht, wer nun der 43. Präsident der USA werde, wird die Wall Street weiter warten müssen.



Abby Cohen unterstützte den Markt am Morgen mit Kommentaren. Sie hält die S&P 500 Werte für unterbewertet. Besonders Finanzwerte verfügten noch über Potenzial. Die Aktien des Internetinfrastruktur-Sektors seien nach wie vor interessant. Cisco, EMC und Corning seien ebenfalls unterbewertet.



Gefragte Werte sind bis zur Mittagsstunde die Aktien des Biotechnologie-, Pharma- und Telekommunikationssektors. Auch die sonst so gebeutelten Internetwerte wie Yahoo. Nur Amazon leidet nach anfänglichen Kursverlusten unter negativen Kommentaren von Henry Blodget. Die Analysten von Goldman Sachs trübten die Stimmung mit der Aussage: Es werde keine Weihnachts-Rallye im E-Commerce-Sektor geben. Rund 22 der untersuchten Firmen benötigen noch vor dem Weihnachtsgeschäft des kommenden Jahres frisches Kapital. Überleben würden jedoch nur Firmen mit ausreichend Kapital, einer klaren Marktführerschaft, einer guten Infrastruktur sowie klaren Gewinnaussichten. Wer zu diesen Unternehmen gehört, werde sich unter anderem in dieser Weihnachtssaison zeigen.



Wieder an Wert gewinnen können die Aktien von Unterhaltungskonzernen. Die Papiere waren in der vergangenen Woche unter der Befürchtung, rückläufige Werbeeinnahmen könnten dem Geschäftsergebnis schaden, unter Druck geraten. Heute sind die Aktien von Viacom, Walt Disney und Cox wieder gefragt.



Der Einzelhandel kann sich nach dem ersten Wochenende der vorweihnachtlichen Einkaufszeit freuen. Preisrabatte von bis zu 50 Prozent auf Spielzeug, Elektronik und Kleidung zogen rund 67 Millionen Menschen in die Kaufhäuser. Die Umsätze von Läden, die über ein Jahr geöffnet sind, lagen am Freitag 4,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zwar fielen die Steigerungsrate im Vergleich zum Vorjahreszeitraum niedriger aus, können die Erwartungen jedoch um 0,6 Prozent übertreffen.



Über einen neuen Vorstandsvorsitzenden freuen sich die Anleger von General Electric. Der Wert notiert leicht im Plus, nachdem der weltgrößte und wohl erfolgreichste Mischkonzern der Welt den 44-jährige Jeffrey Immelt als Nachfolger für Jack Welch gewählt hat. Immelt, der seine Karriere 1982 bei GE begann, wird Ende 2001 das Amt übernehmen.

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