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Anleger nicht nur schützen, sondern aufklären!

Wie kann das Vertrauen der Anleger in die Börse zurück gewonnen werden?

Viele Forderungen und Vorschläge liegen auf dem Tisch. Längst ist nämlich klar geworden, dass auch das im Juli in Kraft getretene vierte Finanzmarktförderungsgesetz unzureichend ist. Berlin und Brüssel haben viel, sehr viel vor, um die rechtlichen Rahmenbedingungen zu konkretisieren. Einigen Fachleuten gehen die Überlegungen aber immer noch nicht weit genug, außerdem wird ein all zu langsamer Fortschritt beklagt. Also reichlich Diskussionsstoff für Rechtsexperten und frustrierte Anleger, deshalb auch ein volles Haus bei den 2. Frankfurter Anlegerschutztagen am vergangenen Wochenende.

Natürlich verdienen die Bemühungen, schärfere Waffen für die Verteidigung von Anlegerinteressen zu schmieden, grundsätzlich Unterstützung. Auch macht es Sinn, wenn sich Brüssel um eine europäische Harmonisierung des Rechtsrahmens für die Kapitalmärkte bemüht. Doch muss eindringlich vor einer Überregulierung, zu der wir ja neigen, gewarnt werden.

Schon jetzt gibt es zu viele Gesetze, die nicht greifen. Außerdem möchte ich in einem Punkt dem engagierten Wertpapierschützer Klaus Nieding, der auch Präsident des Deutschen Anlegerschutzbundes ist, widersprechen: Die Bildung neuen Vertrauens kann nicht nur durch umfassenden, effektiven Anlegerschutz umgesetzt werden.

Daneben, ja vor allem, so meine ich, muss die Anlegeraufklärung wieder in den Vordergrund gerückt werden. Denn wer gut informiert, über Chancen und Risiken aufgeklärt und dementsprechend vorsichtig ist, braucht nicht mehr so oft den Rechtsanwalt. Nicht der "kondomierte" Anleger sollte das Ziel sein. Ich plädiere vielmehr für den kritischen Anleger und fordere deshalb neue Aufklärungsinitiativen, die alle - nicht zuletzt uns Medien! - fordern.

Machen Sie?s gut - bis morgen!

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