Anleger schätzen Aktien dominanter Discounter im US-Einzelhandelssektor
Mit tiefen Preisen zu hohen Kursen

Standhaft haben die meisten Einzelhandelsaktien den Sturm an den amerikanischen Aktienmärkten überstanden. Im Mittelpunkt des Anlegerinteresses standen die sogenannten Discount Retailer. Sie bieten auch weiterhin gute Chancen, wenn sie gut positioniert sind.

dek CHICAGO. , Einzelhandelsunternehmen, die mit breiten Produktpaletten und Niedrigpreisen den Konsumenten umwerben. Klarer Marktführer ist der Konzern Wal Mart, dessen Discount-Modell nicht nur bei der Kundschaft gut ankommt. Börsianer bewerten die Aktien weiterhin mit einem verhältnismäßig hohen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 36.

In Erwartung einer Erholung der US-Wirtschaft raten Analysten jedoch zu einer Umschichtung aus dem Retail-Bereich in wachstumsträchtigere Branchen. "Zyklische und saisonale Indikatoren deuten an, dass die Gewinne im Einzelhandelssektor in den kommenden Quartalen den restlichen Unternehmensgewinnen nachhinken werden. Die Renditen von Einzelhandelsaktien dürften daher kaum über denjenigen des Gesamtmarktes liegen", warnt Daniel Barry, Analyst bei der Investmentbank Merrill Lynch.

In gut positionierten Unternehmen sehen Analysten jedoch weiterhin starkes Renditepotenzial. Dabei zieht Wall Street eine dicke Linie zwischen Discountern und traditionellen Warenhäusern. Ein gutes Bespiel dafür ist Target, ein Einzelhandelskonzern, der sowohl einen Discount-Betrieb führt als auch traditionelle Warenhäuser wie etwa Marshall Field's besitzt. "Würde Target sich in zwei Teile aufteilen, wäre das Warenhaussegment der reifere Teil der Gesellschaft, der Dividenden zahlt und Aktien zurückkauft; und der Discount-Teil würde Aktien herausgeben, um das schnelle Wachstum zu finanzieren", meint Mike Porter vom Vermögensberater Morningstar in Chicago.

Der Schlüssel zum Erfolg im Discount-Geschäft liegt laut Branchenkennern darin, durch schnellen Warenumschlag und mit intelligenten Lösungen in der Lagerhaltung Kosten zu sparen. Die Einsparungen lassen sich an den Kunden weitergeben. Die Lagerhaltung spielt vor allem im Mode-Einzelhandel eine Schlüsselrolle. So dürften Analysten bei der Bilanzpressekonferenz von Gap Stores auf die Inventardaten achten. Hohe Lagerbestände deuten im Trend-Geschäft auf eine Fehleinschätzung der Kundennachfrage hin. Laut Jennifer Black, Analystin bei der US-Bank Wells Fargo Securities, ist die Geschäftsleitung von Gap aber dabei, sich aus der gegenwärtigen Krise herauszuziehen. "Wir glauben an die Fähigkeit des Managements, die Dinge zum Guten zu wenden", sagt die Analystin.

Quelle: Handelsblatt

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