Anleger warten ab
Neuer Markt zeigt sich leichter

Der Frankfurter Neue Markt hat sich am Mittwoch auf Grund einer abwartenden Haltung vieler Anleger leichter präsentiert. Es fehle an eindeutigen Vorgaben, sagte ein Händler. Der am Nachmittag veröffentlichte US- Einkaufsmanagerindex habe einen zwiespältigen Eindruck hinterlassen: Auf der einen Seite deute der unerwartet starke Rückgang auf eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und verringere daher die Sorgen vor einer Zinserhöhung. Auf der anderen Seite belaste eine sich abschwächende Konjunktur die Gewinnaussichten. Der alle Werte des Segments umfassenden Nemax-All-Share-Index lag am Nachmittag 0,8 % im Minus bei 4306,10 Zählern. Der Nemax-50 der wichtigsten Werte des Segments gab 0,6 % auf 4661,17 Zähler ab.

rtr FRANKFURT. Die feiertagsbedingte Abwesenheit vieler deutscher Investoren sorge zusätzlich für Zurückhaltung. Ein anderer Broker führte die schwache Tendenz unter anderem auf Portfoliobereinigungen zurück. Die Verlierer der vergangenen Wochen würden nun verstärkt aussortiert.

Vom US-Technologieindex Nasdaq erwarten sich Börsianer derzeit keine Richtungsvorgabe. Bereits in den vergangenen Sitzungen hätten sich die deutschen Werte von der US-Börse etwas abgekoppelt. So habe sich der Neue Markt bei der jüngsten Talfahrt des Nasdaq relativ gut behaupten können. Daher fehle es nun etwas an der notwendigen Energie für weitere Gewinne. Die Grundstimmung bleibe jedoch positiv, hieß es. Sofern von der Wall Street keine Turbulenzen ausgingen, dürfte der Neue Markt am Donnerstag behauptet tendieren. Auch in den kommenden Wochen könne mit Gewinnen gerechnet werden, ergänzte sein Kollege.

Intershop setzten im Tagesverlauf ihren volatilen Kursverlauf fort. Am späten Nachmittag lag die Aktie ein Prozent im Minus bei 51,46 Euro. Das Index-Schwergewicht hatte am Dienstag Quartalszahlen vorgelegt und am Mittwoch zwischen plus fünf und minus 20 % geschwankt.

Ganz oben auf der Einkaufsliste standen United Internet , die nach Gerüchten um eine Übernahme durch T-Online um 15,3 % auf 8,74 Euro zulegten. T-Online verloren 0,4 % auf 24,40 Euro. Tomorrow Internet zogen nach einem guten Zwischenergebnis auf bis zu 19,75 Euro an und lagen zuletzt 3,7 % im Plus bei 17,60 Euro.

Die rote Laterne trugen Brain International. Der Software-Anbieter litt unter enttäuschen Neunmonatszahlen und büßte 38,9 % auf 5,10 Euro ein. Verluste verbuchte auch der Online-Broker Consors , der bei relativ hohen Umsätzen um 6,2 % auf 91,00 Euro nachgab. Händler machten den verschärften Wettbewerb und einen bevorstehenden Preiskampf hierfür verantwortlich. Deutschland sei bereits "overbanked" - habe also zu viele Banken -, sagte ein Börsianer. Und nun sei mit Systracom ein weiterer Konkurrent hinzugekommen.



Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%