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Anleger wollen mehr wissen

Welche Geld-Strategie ist eigentlich angesagt: Sparen, Anlegen, Spekulieren - viele empfehlen jetzt auch das "Traden", also ein systematisches, kurzfristiges Handeln?

Wofür Sie sich auch entscheiden - tun Sie es bewusst und konsequent, nicht halbherzig! Machen Sie sich also zunächst einmal selbst klar, welches Ziel Sie erreichen wollen und was der Maßstab für den Erfolg ist.

Warum erneut diese Empfehlung? Jüngste Untersuchungen bestätigen die Unsicherheit bei vielen Anlegern, die oft hin- und hergerissen werden zwi- schen dem Wunsch nach mehr Sicherheit einerseits und der Verlockung kurzfristiger Gewinne andererseits. Das Platzen des Kursballons könnte schlimm-stenfalls dazu führen, dass dem Kapitalmarkt die Anleger wieder verloren gehen, dass wir uns zum Volk der Sparer und Spekulanten zurück bilden - wie früher.

Eine kürzlich vom Handelsblatt in Auftrag gegebene Repräsentativ-Erhebung unter Besser-verdienenden belegt die "gemischten Gefühle". Denn viele der Befragten beschäftigen sich zumindest gedanklich mit eher konservativen Geldanlagen: Ganz oben stehen beispielsweise Bundesschatzbriefe, Rentenversicherung und Sparbriefe. Dennoch bestimmt die Rendite weiterhin ganz maßgeblich die Kaufentscheidung - und zwar mit einem Anteil von 31%. Erst dann folgen Kriterien wie Steuervorteile und Sicherheit.

Interessant ist an dieser Stelle auch die große Unsicherheit über die Chancen und Risiken der Anlageprodukte: Selbst unter den aktiven, besser verdienenden Anlegern fühlen sich viele schlecht informiert, wünschen sich viele mehr Informationen von den Anbietern.

Ich kann diesen Ergebnisse durch persönliche Erfahrungen mit Privatanlegern nur bestätigen: Anlegeraufklärung ist noch wichtiger als der so lebhaft diskutierte gesetzliche Anlegerschutz. Und das ist für uns Medien nach wie vor eine zentrale Aufgabe.

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