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Anlegerfurcht stoppte frühe Rally

Der Tag hatte so schön angefangen, doch zum Börsenschluss landeten beide Indizes wieder im Minus. Der Dow Jones Index stoppte bei 10808 Punkten mit 0,36 Prozent Verlust, der Nasdaq Composite Index bei 3741 Punkten mit 1,64 Prozent Verlust.

Impuls gegeben hatte im Tagesverlauf noch die Entscheidung Bill Clintons, strategische Ölreserven freizugeben. Doch am Nachmittag beherrschte die Anleger wieder die Angst, Gewinnerwartungen könnten verfehlt werden. Bislang haben für das vergangene Quartal 64 Prozent der Unternehmen Umsatz- oder Gewinnwarnungen ausgegeben. Leidtragende der Investoren-Furcht waren Cisco, Network Appliance und Intel. Noch im frühen Handel konnte Intel den 22-prozentigen Verlust von Freitag etwas ausbügeln, doch am Abend schließt der größte Chiphersteller der Welt mit rund fünf Prozent Verlust als größter Verlierer des Dow Jones Indexes.



Network Appliance

geriet heute auf Grund einer Abstufung vom Analystenhaus Wit SoundView unter Druck. Damit erfuhr die Rallye der Aktie des Anbieters von Datenspeicherungs-Lösungen ein jähes Ende. Network Appliance hat seit Jahresbeginn über 217 Prozent an Wert gewonnen.



30 Millionen Barrel Öl sollen in den nächsten 30 Tagen ausgeliefert werden, um Vorräte zu füllen und die Preise vor dem Winter zu reduzieren. Doch während die Weltwirtschaft aufatmet, dass der Rohölpreis von seinem Zehnjahreshoch geholt wird, ärgern sich die Anleger von Öl-Aktien. Exxon, Texaco und Triton Energy sinken.



Ciena

führte am Montag nicht nur die Liste der Nasdaq 100-Gewinner an, sondern hat auch auf einem neuen Allzeithoch geschlossen. Der Hersteller von Glasfasernetzen hat einen Großauftrag aus Korea erhalten. Das größte koreanische Telekommunikations-Unternehmen Korea Telekom will für eine Datenautobahn durch Seoul und sechs weitere koreanische Städte Ciena Systeme nutzen. Das Auftragsvolumen beträgt rund 100 Millionen Dollar. Die Aktie hat seit Jahresanfang weit über 300 Prozent gewonnen.



Der Mobilfunkarm von Sprint profitierte von einer Aufstufung durch das Analystenhaus Lehman Brothers. Analyst John Besche bezeichnete den 38-prozentigen Kursverlust, den der Wert in der vergangenen Woche hinnehmen musste, als eine Überreaktion der Anleger. Das half. Sprint konnte zulegen.



In den Abgrund ging es am Montag für Cell Pathways. Die amerikanische Gesundheitsbehörde lässt das neue Krebsmedikament Aptosyn nicht zu. Die Aktie von Cell Pathways musste bis zum Mittag einen Verlust von fast 70 Prozent hinnehmen, nachdem sich der Wert in den vergangenen Monaten verdreifachen konnte.



Palm

, der Anbieter von Taschencomputern, wird nachbörslich Quartalszahlen für das erste Quartal vorlegen. Im Vorfeld notierte Palm heute rund 1,5 Prozent im Plus. Aufwind gab dem Kurs auch eine angekündigte Kooperation mit Motorola. Palm und der zweitgrößte Handyhersteller planen, gemeinsam neue internetfähige Telefone zu entwickeln. Mit der heutigen Ankündigung folgen Palm und Motorola der Konkurrenz. Bereits in der vergangenen Woche hat Palm-Rivale Handspring ein Gerät vorgestellt, dass das elektronische Handspring-Notizbuch in ein Mobilfunkgerät verwandelt.

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