Anlegerverhalten zur Normalität zurückgekehrt: Deka-Gruppe: Verwaltetes Fondsvermögen blieb stabil

Anlegerverhalten zur Normalität zurückgekehrt
Deka-Gruppe: Verwaltetes Fondsvermögen blieb stabil

Die Deka-Gruppe hat im schwierigen Börsenjahr 2001 ihr verwaltetes Fondsvermögen in etwa konstant gehalten, jedoch beim Nettomittelaufkommen deutliche Einbußen verzeichnet. Das insgesamt verwaltete Fondsvermögen inklusive Spezialfonds habe sich Ende 2001 auf 133,5 (Vorjahr 134,3) Mrd. Euro belaufen, teilte die Deka-Gruppe am Mittwochabend auf ihrer Jahrespressekonferenz in Frankfurt mit.

Reuters FRANKFURT. Das Nettomittelaufkommen sei indes auf 12,5 Mrd. Euro von 22,9 Mrd. Euro im Jahr zuvor gesunken. Auf das vierte Quartal seien dabei allein 6,5 Mrd. Euro entfallen. Für Januar 2002 schätzte der zentrale Dienstleister im Investmentfondsgeschäft der Sparkassenorganisation das Nettomittelaufkommen auf 2,7 Mrd. Euro. Damit sei die Gruppe gut ins neue Jahr gestartet.

"Die Kurskorrekturen an den Börsen haben die Volumenentwicklung bei uns als Aktienfonds-Marktführer naturgemäß in besonderem Maß beeinträchtigt. Mit Börsenaufwind werden wir allerdings auch wieder stärker als die Mitbewerber an Fahrt aufnehmen können", sagte Axel Weber, Vorstandsvorsitzender der DGZ.DekaBank. Bei den Publikumsfonds einschließlich offener Immobilienfonds betrug das verwaltete Vermögen den Angaben zufolge 85,0 (86,6) Mrd. Euro und das Nettomittelaufkommen 8,2 (17,4) Mrd. Euro. Publikumsfonds sind Investmentfonds, deren Anteilsscheine von jedem Anleger erworben werden können. Spezialfonds sind dagegen ausschließlich für institutionelle Anleger bestimmt.

"Nach der Aktieneuphorie den vergangenen beiden Jahre war das Anlegerverhalten 2001 von einer Rückkehr zur Normalität geprägt", sagte Horst Zirener, Vorstandsvorsitzender der Deka Investment. Dabei sei vor allem bemerkenswert, dass es bei der Aktienfondspalette der Deka-Gruppe keine Mittelabflüsse gegeben habe. Dies sei ein eindeutiges Indiz dafür, dass das Vertrauen in Aktienfonds als langfristig renditestarkes Anlageinstrument auch trotz temporär enttäuschender Börsenbilanzen intakt sei. Mehr als 55 % des von der Deka in Wertpapierpublikumsfonds verwalteten Vermögens sei 2001 auf Aktienfonds entfallen. Der Branchendurchschnitt betrage lediglich 47,9 %.

Die Deka-Gruppe habe ferner ihre Marktposition in Investmentfondsgeschäft gemessen am Volumen behauptet, sagte Weber. Mit einem von Deka errechneten Marktanteil von rund 15 % beim Volumen liege man zusammen mit dem langjährigen Branchenführer DWS gleich auf an der Spitze. "Vor diesem Hintergrund sind wir mit dem Investmentjahr 2001 zufrieden", sagte Zirener.

Nicht zufrieden stellend sei dagegen der Marktanteil im Neugeschäft gewesen, sagte er. "Hier konnten wir 2001 insgesamt 20 % des Neugeschäfts der Branche vereinnahmen und belegen damit Rang drei im Branchenvergleich hinter der DWS und Union-Investment. Die Herausforderung dieses Jahres wird sein, hier wieder an die eigene Spitzenposition des Jahres 2000 anzuknüpfen", fügte Zirener hinzu.

Trotz des schlechten Börsenklimas seien im Berichtsjahr 540 000 (Vorjahr 1,5 Mill.) neue Depots eröffnet und insgesamt 44 (37) Mill. Wertpapierorders getätigt worden, sagte Weber. Die Deka-Gruppe legt Fonds auf, die über Sparkassen und Landesbanken bundesweit angeboten werden.

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