Anleihenkurse steigen wieder
Autobauer zapfen den Anleihmarkt an

An den Staatsanleihenmärkten verlief der Handel ruhig. Nicht zuletzt wegen der erneuten Aktienschwäche legten die Anleihenkurse zu.

FRANKFURT/M. Das Geschehen wurde auch durch die Flutkatastrophe in Deutschland bestimmt. Die geplante Finanzierung der Schäden stelle keine größere Gefährdung für die angestrebte Haushaltskonsolidierung dar, hieß es. Zudem seien die allgemeinen Pläne für Steuersenkungen nicht wirklich in Frage gestellt. Auch die angekündigte Haushaltssperre wurde positiv kommentiert. Zuvor waren Sorgen geäußert worden, der Bund könne zur Finanzierung der Flutkatastrophe eine höhere Staatsverschuldung zulassen. Der September-Bund-Future wies bei 110,70 ein Plus von 40 Basispunkten auf. Die Rendite 10-jähriger Euro-Anleihen wurde mit 4,57 (nach 4,62) % errechnet. US-Staatsanleihen mit gleicher Laufzeit rentierten mit 4,23 (nach 4,28) %. Das US-Leistungsbilanzdefizit schrumpfte von der Rekordhöhe bei 37,85 Mrd. $ im Mai auf 37,16 Mrd. $ im Juni. "Zur Finanzierung des Defizits sind die USA weiter auf massive Kapitalzuflüsse aus dem Ausland angewiesen", sagte Gregor Beckmann von HSBC Trinkaus & Burkhardt.

Bei Unternehmensanleihen profitierten Telekom-Titel von positiven Unternehmensdaten der niederländischen KPN. Neu an den Markt kamen u.a. die Münchener Hypothekenbank (100 Mill. sfr) und die Deutsche Schiffsbank AG (150 Mill. ). Fremdkapital beschafften sich auch deutsche Autobauer. BMW Australia Finance nahm 500 Mill. nKr und DaimlerChrysler North America 4 Mrd. $ auf. Die Besitzer einer Wandelanleihe von Vivendi Environment haben die Muttergesellschaft Vivendi Universal aus ihrer Garantieverpflichtung für diese Bonds befreit und erhalten im Gegenzug einen von 1,5 auf 2,25 % erhöhten Kupon.

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