Annäherung an Indien
Musharraf: Wir vertreiben keine Atomwaffen

Pakistans Präsident Pervez Musharraf hat sich vor dem Weltwirtschaftsforum in Davos gegen Vorwürfe verwahrt, seine Regierung betreibe die Weiterverbreitung von Atomwaffen oder nuklearem Material. Musharraf beklagte außerdem, im Westen werde der Islam vielfach verzerrt dargestellt.

HB DAVOS. "Pakistan ist ein verantwortungsbewusster Staat, die Nuklearwaffen sind fest unter staatlicher Kontrolle." Allerdings räumte Musharraf ein, dass es "gewisse Wissenschaftler" in seinem Land gebe, die diese Politik unterlaufen. Der Präsident sprach von einer "Unterwelt von Wissenschaftlern", gegen die seine Regierung derzeit eine breite Untersuchung durchführe.

Musharraf bezeichnete es als vorrangige Aufgabe, Sektierern und islamischen Extremisten das Handwerk zu legen und den wirtschaftlichen Aufbau Pakistans voranzutreiben. Sein Land bemühe sich, demokratische Strukturen auch auf kommunaler Ebene zu verankern, um die politische Stabilität abzusichern. "Ich freue mich, dass Sie einem Mann in Uniform zutrauen, Demokratie umzusetzen", sagte Musharraf zu den teilnehmenden Managern beim Forum. Fehlschläge bei der Verankerung demokratischer Strukturen führte er weniger auf den Einfluss von Fundamentalisten oder Extremisten zurück, als vielmehr auf eine mangelhafte Basisarbeit. "Wir haben inzwischen unsere politischen Strukturen verändert."

Als Beitrag für die Stabilisierung der Region betrachtet Musharraf auch Anstrengungen, die Indien und Pakistan jetzt gemeinsam unternehmen, um die bilateralen Spannungen abzubauen. "Der indische Premier und ich haben zum ersten Mal anerkennt, dass wir einen Dialog über alle offenen Fragen eröffnen müssen, auch über Kaschmir", begründet Musharraf seinen Optimismus. "Wir stehen zwar erst am Anfang dieses Prozesses, aber wir haben ein festes Ziel vor Augen."

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