Annan erfreut
Schweiz will in die Uno

Die Schweiz hat in New York jetzt formell die Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen (Uno) beantragt.

Reuters NEW YORK. In New York übergab der Schweizer Beobachter bei der Uno, Jeno Stähelin, am Mittwoch Uno-Generalsekretär Kofi Annan die dazu notwendigen Dokumente, begleitet von einem Anschreiben des Schweizer Präsidenten Kaspar Villiger. Bei der Übergabe der Dokumente erklärte Stähelin, die Regierung wünsche der Uno als neutrales Land beizutreten und ebenso als ein neutrales Land seinen Beitrag zur Arbeit der Organisation zu leisten.

Annan antwortete, die Uno sehe dieser Zusammenarbeit freudig entgegen. Zugleich gratulierte Annan der Schweizer Regierung und den Schweizern, die in einer Volksabstimmung für den Beitritt gestimmt hatten, zu dieser "wundervollen und weisen Entscheidung". An einer positiven Entscheidung über den Antrag durch den Sicherheitsrat und die Vollversammlung gibt es keinen Zweifel. Ein Datum für den Vollzug steht noch nicht fest.

Seit Jahrhunderten formal auf die Neutralität verpflichtet hat die Schweiz seit den 50-er Jahren bereits in zahlreichen Uno-Organisationen aktiv mitgearbeitet. Vor einem Jahr stimmte die Schweiz sogar im Grundsatz auch einer Beteiligung seiner Armeesoldaten an Friedenseinsätzen der Uno zu.

Im März hatten die Schweizer, die in Genf das Europäische Uno-Hauptquartier zu Gast haben, mit 55 gegen 44 % für den formellen Uno-Beitritt gestimmt. Allerdings bei der Abstimmung nach Kantonen war das Ergebnis deutlich knapper, wobei die Französisch-sprachigen Kantone gegenüber den ländlichen, Deutsch-sprachigen Kantonen letztlich den Ausschlag gaben.

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