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Annan: Kaum ein Staat will UN im Irak schützen

New York/Bagdad (dpa) - Für den Schutz der UN-Mission im Irak will so gut wie kein Staat Soldaten bereitstellen. Das sagte UN-Generalsekretär Kofi Annan vor Reportern in New York.

New York/Bagdad (dpa) - Für den Schutz der UN-Mission im Irak will so gut wie kein Staat Soldaten bereitstellen. Das sagte UN-Generalsekretär Kofi Annan vor Reportern in New York.

Bemühungen der Weltorganisation, Regierungen zur Beteilung an einer solchen Schutztruppe zu bewegen, seien «nicht sehr erfolgreich» gewesen. «Uns bleibt daher nichts weiter übrig, als von der multinationalen Streitmacht abhängig zu sein», sagte Annan.

Diese wird von den USA geführt und setzt setzt sich hauptsächlich aus den früheren Besatzungstruppen der USA und Großbritanniens zusammen. Mit der Resolution des UN-Sicherheitsrates zur Regelung der Nachkriegsordnung im Irak war die Weltorganisation zugleich mit der politischen Unterstützung des Übergangs zur Demokratie beauftragt worden. Die dafür zu entsendenden UN-Experten sollten durch eine Sondertruppe geschützt werden.

Die Organisation soll laut der Irak-Resolution Hilfe bei der Organisierung von Wahlen für eine Übergangsregierung im Januar nächsten Jahres sowie bei der Ausarbeitung einer Verfassung und bei der Vorbereitung allgemeiner demokratischer Wahlen bis Ende 2005 leisten.

Bei den stundenlangen Kämpfen in Mossul kamen nach Angaben des US- Militärkommandos in Bagdad vom späten Mittwochabend 14 irakische Zivilisten ums Leben, 31 wurden verletzt. Darüber hinaus seien 8 Aufständische getötet und 2 festgenommen worden. Die irakischen Sicherheitskräfte hätten keine Verluste erlitten. Sie seien von US- Truppen unterstützt worden.

Unbekannte verübten am Mittwochabend einen Anschlag auf eine Ölpipeline außerhalb der irakischen Stadt Tikrit. Nach Polizeiangaben verursachte ein Sprengsatz ein riesiges Feuer an der Rohölpipeline etwa 50 Kilometer nordöstlich von Tikrit. Es gab keine Angaben über mögliche Verletzte.

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