Anonymer Anrufer warnte
Erneut Bombenanschlag in spanischem Badeort

Fünf Tage nach der Explosion einer Autobombe an der spanischen Mittelmeerküste haben mutmaßliche Terroristen der baskischen Separatistenorganisation ETA am Freitag erneut einen Anschlag in einem Badeort verübt.

dpa/HB ALICANTE. In der ostspanischen Kleinstadt Torrevieja südlich von Alicante an der Costa Blanca explodierte nach Angaben der Polizei eine Bombe mit rund fünf Kilogramm Sprengstoff in einem Schnellrestaurant. An dem Lokal entstand erheblicher Schaden. Verletzt wurde niemand.

Ein anonymer Anrufer hatte im Namen der ETA vor der Bombe gewarnt, so dass die Polizei die Gaststätte rechtzeitig räumen konnte. Der Anrufer gab ferner an, dass im Badeort Santa Pola, 30 Kilometer von Torrevieja entfernt, eine zweite Bombe am Strand versteckt sei. Die Polizei ließ den Strand und angrenzende Viertel räumen und startete eine Suchaktion, konnte aber zunächst keinen Sprengsatz entdecken.

In Santa Pola waren am Sonntag bei der Explosion einer Autobombe ein sechsjähriges Mädchen und ein 57 Jahre alter Mann getötet worden. Nach dem Anschlag leitete die spanische Regierung von Ministerpräsident José María Aznar erste Schritte zu einem Verbot der ETA-nahen Partei Batasuna (Einheit) ein. Die radikale Basken-Partei hatte es abgelehnt, den Anschlag zu verurteilen. In Torrevieja hatte sich vor einem Jahr eine ETA-Terroristin beim Hantieren mit Sprengstoff selbst in die Luft gesprengt. Torrevieja und Santa Pola werden vor allem von spanischen Urlaubern besucht.

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