Anpassung an internationale Kapitalmarktgepflogenheiten
SAP-Gründer lösen Konsortialvertrag auf

Drei Großaktionäre des Walldorfer Softwareherstellers haben ihren Konsortialvertrag aufgelöst und können sich nun leichter von Aktienpaketen trennen.

Reuters WALLDORF. Obwohl SAP mitteilte, die drei Firmengründer Hasso Plattner, Dietmar Hopp und Klaus Tschira wollten ihre Anteile auch nach der Auflösung des Vertrages "nicht wesentlich" verringern, gab der SAP-Kurs am Dienstag zu Beginn des Frankfurter Börsenhandels um mehr als fünf Prozent nach. Hopp hält direkt und über seine Stiftung rund 10,5 % am größten Softwareunternehmen Europas, bei Plattner sind es 11,8 % und bei Tschira 12,3 %.

Bisher waren Plattner, Hopp und Tschira durch den Konsortialvertrag gezwungen, auf Hauptversammlungen einheitlich abzustimmen. Aktienverkäufe waren durch den Vertrag beschränkt, außerdem hatten die anderen Konsortialmitglieder in diesem Fall Vorkaufsrechte.

Eine SAP-Sprecherin erklärte die Auflösung des Vertrages mit der Anpassung an internationale Kapitalmarktgepflogenheiten. Die SAP-Aktie ist seit 1998 auch an der New Yorker Börse notiert und wird von internationalen Anlegern stark beachtet. Im vergangenen Jahr hatte SAP seine stimmrechtslosen Vorzugsaktien in Stammaktien umgewandelt, um die Kapitalstruktur zu vereinfachen.

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