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Ansammlung schlechter Nachrichten

Die Wall Street wird mit Negativ-Meldungen eingedeckt. Die Futures lassen einen schwächeren Handelsstart für Nasdaq und Dow Jones vermuten. Beide Indikatoren sind mit rund 20 Punkten im roten Bereich.

Der Donnerstag wird schon vor Börsenbeginn durch wenig ermutigende Nachrichten bestimmt. Die Lage in Argentinien wurde schon in den vergangenen Monaten von den US-Investoren beobachtet. Immerhin könnte sich die unsichere Lage in dem Land auch auf andere Regionen ausweiten. Mit den Unruhen und dem verkündeten Ausnahmezustand kommt nun auch hier zu Lande die Unsicherheit wieder auf. Der Rücktritt des Wirtschaftsministers Domingo Cavallo wurde zwar von den Demonstranten auf den Straßen Buenos Aires´ mit Jubelrufen begrüßt, deuten aber gleichzeitig auch auf ein politisches Vakuum.

Der Netzwerksektor muss heute seine Standfestigkeit angesichts einer Umsatzwarnung beweisen. Juniper Network hatte ein schwierigeres viertes Quartal als zuvor vermutet. Hat das Management vor kurzem noch einen Umsatz von 200 Millionen Dollar in Aussicht gestellt, werden es vermutlich nur gut 150 Millionen Dollar. Die Wirtschaftsflaute hinterlässt insbesondere bei den Technologiefirmen immer noch ihre Spuren. Juniper verliert vor der Börseneröffnung bereits annähernd 20 Prozent an Wert. Auch Cisco Systems kann sich dem Abwärtssog nicht ganz entziehen, liegt jedoch bei weitem nicht ganz so weit im Minus.

Es sieht nach einem guten Tag für Palm aus. Als Palm vor wenigen Wochen einen Ausblick auf den laufenden Absatz gab, war nur die Rede von $ 250 Mio. bis $ 280 Mio. Nun aber wies der Hersteller von Mini-Computern einen Umsatz von $ 291 Mio. aus. Gegenüber dem Vorjahr allerdings ergab sich immer noch ein Rückgang um 44 Prozent. Der Verlust ist leicht geringer als erwartet ausgefallen. Die verspätete Einführung neuer Produkte, die verschärfte Konkurrenz und der damit verbundene Preisverfall machen Palm zu schaffen. Die Aktie legt vorbörslich über zehn Prozent an Wert zu.

Comcast hat den Zuschlag bekommen: Der Kabelnetzbetreiber wird die Netze von AT&T übernehmen. Dafür zahlt das Unternehmen weit mehr, als ursprünglich geboten wurde. Mit 40 Milliarden Dollar ist Comcast vor einigen Monaten ins Rennen gegangen, nun zahlt es 72 Milliarden Dollar für den begehrten Bereich. Konkurrenten wie Cox und AOL Time Warner sind leer ausgegangen. Comcast hat nun 22 Millionen Kunden in 41 Staaten der USA. Salomon Smith stuft heute die Aktie von AT&T von "neutral" auf "kaufen" auf. Comcast verliert rund sieben Prozent, AT&T hingegen steigt um rund zehn Prozent.

Der Rüstungskonzern Northrop Grumman wird die Ertrags- und Umsatzprognosen für 2001 einhalten, teilte Vorstand Kent Kresa mit. Dank einer robusten Nachfrage und der Übernahme des Flugzeugträger- und U-Boot-Herstellers Newport News Shipbuilding, werde der Umsatz in 2002 deutlich steigen.

Enttäuschende Nachrichten kommen aus der Kosmetikbranche. Die Kosmetikkette Estee Lauder hat die Gewinnerwartungen für das laufende Geschäftsquartal gesenkt. Auch der Umsatz wird die ursprünglichen Prognosen nicht erreichen. Das teilte das Management am Dienstag nach Handelsschluss in New York mit. Zu den bekanntesten Marken von Estee Lauder gehören Clinique und Bobbi Brown.

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