Ansatz eines Allfinanzportals wird überprüft
DAB und G+J überarbeiten angeblich Business Channel

Reuters HAMBURG. Mit Blick auf die Zukunft des gemeinsamen Internet-Portals Business Channel steht das Verlagshaus Gruner+Jahr nach Informationen aus unternehmensnahen Kreisen in engem Kontakt mit der Direkt Anlage Bank (DAB). Beide Seiten seien sich darüber einig, dass der ursprüngliche Ansatz eines Allfinanzportals überprüft werden müsse, hieß es am Donnerstag in den Kreisen. DAB und die Bertelsmann-Tochter G+J wollten ursprünglich auf dem Business Channel neben Finanzinformationen auch Transaktionsmöglichkeiten anbieten. G+J kündigte unterdessen an, interne Beteiligungen an Online-Titeln neu zu strukturieren.

Dem Business Channel vergleichbare Online-Angebote mit Brokerage-Funktionen hätten bisher die von den Anbietern erwünschte Akzeptanz nicht erreichen können, hieß es in den Kreisen weiter. Finanzinformationen gehörten zu den Kernkompetenzen des Verlages, der unter anderem die Zeitschriften "Capital" und "Börse Online" herausgibt. Die Überarbeitung des Business Channels stehe kurz vor dem Abschluss. Am Business Channel ist Gruner+Jahr zu 60, die DAB zu 40 Prozent beteiligt. Die Aktie der Direkt Anlage Bank ist im Nemax 50 Index für die wichtigsten Blue Chips am Neuen Markt notiert.

Medienberichten zufolge plant Gruner+Jahr eine umfassende Neu-Ausrichtung seines Multimedia-Geschäfts, das Verluste mache. Bisher eigenständige Online-Angebote wie der Business Channel und der Travel Channel sollen demnach enger mit Print-Titeln wie "Impulse" und "Geo" verknüpft werden. Beim Business Channel wird Branchenkreisen zufolge darüber beraten, wie weit die Angebote des ursprünglich als Allfinanzportal geplanten Channels reduziert werden sollen.

Unterdessen teilte G+J mit, der neugegründete Unternehmensbereich Multimedia werde zur Hälfte an den Online-Aktivitäten verschiedener Print-Titel beteiligt. Dazu gehörten unter anderem die Stern.de GmbH, das TV Today Network und die Women New Media GmbH, die für die Zeitschriften "Brigitte" und "Eltern" zuständig ist. Nach der Umstrukturierung werde der Multimedia-Bereich unter Stan Sugarman hier künftig die technische und kaufmännische Koordinierung übernehmen. Die Verantwortung für die Marken und die redaktionellen Inhalte bleibe aber bei den Verlagsgeschäftsführern und Chefredakteuren. Bisher gehörten die Online-Aktivitäten ganz in den Unternehmensbereich Zeitschriften.

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