Anschläge an Tankstellen und Parkplätzen
Heckenschützen terrorisieren die USA

Drei Wochen terrorisieren mysteriöse Heckenschützen mit Anschlägen an Tankstellen und Parkplätzen die Bevölkerung im Großraum Washington. Zehn Menschen werden mit jeweils einem einzigen Schuss aus weiter Ferne ermordet, drei schwer verletzt. Ein Großaufgebot von Fahndern sucht nach den Tätern, die die Bevölkerung in Angst versetzen.

HB/dpa WASHINGTON. Menschen verkriechen sich zu Hause, Schüler lernen hinter verhängten Fenstern. Am 24. Oktober gelingt den Ermittlern der entscheidende Schlag gegen die «Sniper». Im Bundesstaat Maryland nimmt die Polizei zwei bewaffnete Männer fest. In einem Chevrolet Caprice Baujahr 1990 werden der 41 Jahre alte Golfkriegsveteran John Allen Muhammad und der 17-jährige John Lee Malvo im Schlaf überrascht.

Binnen weniger Tage stellt sich heraus, dass die mörderische Spur der beiden schon viel früher begonnen hatte. Ihnen werden inzwischen insgesamt 18 Anschläge in 5 Bundesstaaten und der Hauptstadt Washington vorgeworfen, bei denen 13 Menschen ums Leben kamen. Während Malvo Medienberichten zufolge zugibt, bei mehreren Anschlägen vom Oktober den Finger am Abzug gehabt zu haben, schweigt der Mitbeschuldigte.

Beide werden im Bundesstaat Virginia vor Gericht gestellt. Die Staatsanwälte fordern die Todesstrafe. US-Justizminister John Ashcroft hatte sich extra für Virginia entschieden, weil dort anders als in anderen Bundesstaaten auch Jugendliche zum Tod verurteilt werden können.

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