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Anschläge sollten möglicherweise vor 11. September stattfinden

Washington (dpa) - Die Terroranschläge am 11. September 2001 sollten laut «Washington Post» möglicherweise schon im Mai oder oder Juni 2001 ausgeführt werden. Sie wurden dann von El-Kaida-Führern auf den Frühherbst verschoben, weil der Kopf Entführer, Mohammed Atta, seine Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen hatte.

Washington (dpa) - Die Terroranschläge am 11. September 2001 sollten laut «Washington Post» möglicherweise schon im Mai oder oder Juni 2001 ausgeführt werden. Sie wurden dann von El-Kaida-Führern auf den Frühherbst verschoben, weil der Kopf Entführer, Mohammed Atta, seine Vorbereitungen noch nicht abgeschlossen hatte.

Auf entsprechende Hinweise sei die Untersuchungskommission des US-Kongresses zum 11. September bei ihren Ermittlungen gestoßen, meldete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf informierte Kreise.

Danach überredete der Drahtzieher der Anschläge, Scheich Mohammed, Terroristenführer Osama bin Laden, die Attacken mit Flugzeugen wegen «organisatorischer Probleme» um mehrere Monate zu verschieben. Die US-Ermittlungsbehörden hatten bisher angenommen, dass die Anschläge für ein Datum «eng um den 11. September» geplant waren.

Einzelheiten will die Untersuchungskommission an diesem Mittwoch bekannt geben. Dann tritt sie zu einer zweitägigen Anhörung zusammen, der letzten vor Veröffentlichung ihres Abschlussberichts Ende Juli. Im Mittelpunkt der Anhörung sollen das Komplott zum 11. September und die unmittelbare Reaktion der US-Regierung auf die Anschläge stehen. Der Ausschussvorsitzende Thomas Kean kündigte an, dass es neue Informationen geben werde und bewertete die Anhörung als eine der interessantesten, die es bei den Ermittlungen bisher gegeben habe.

Zu den Zeugen, die an diesem Mittwoch aussagen sollen, gehört auch einer der Anklagevertreter in den Hamburger Terrorprozessen gegen Mounir El Motadesseq und Abdelghani Mzoudi.. Das geht aus Angaben der Kommission auf ihrer Webseite hervor. Danach soll Matthias Krauß, Staatsanwalt am Bundesgerichtshof, eine Stunde lang gehört werden.

Mzoudi war freigesprochen worden. Die Bundesanwaltschaft hat Revision eingelegt. Motadesseq wurde unter anderem wegen Beihilfe zum Mord in mehr als 3000 Fällen im Zusammenhang mit dem 11. September zu 15 Jahren Haft verurteilt, aber der Bundesgerichtshof hatte diese Entscheidung wieder aufgehoben. Am 10. August soll ein neuer Prozess gegen ihn beginnen. In den USA waren die Vorgänge in beiden Fällen auf Unverständnis gestoßen.

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