Anschlag auf Familie
Wieder acht Zivilisten in Algerien ermordet

dpa ALGIER. Islamistische Extremisten haben in Algerien wieder acht Zivilisten ermordet. Nach Berichten der privaten Presse des Landes vom Dienstag handelt es bei den Opfern um eine achtköpfige Familie. Die Eltern und ihre sechs Kinder, darunter ein anderthalb Jahre altes Mädchen, waren am Sonntagabend von den Tätern in ihrem Haus in Khemis Miliana, 120 Kilometer westlich von Algier, im Schlaf überrascht worden.

Unterdessen hat sich die Zahl der Todesopfer des Überfalls auf einen Linienbus am Sonntagabend in der Küstenstadt Tenes auf 19 erhöht. Außerdem wurde unweit des Tatortes die Leiche eines Zivilisten gefunden. Wie die Presse zudem berichtete, wurde ebenfalls am Sonntag ein Mann in der östlich von Algier gelegenen Küstenregion Zemmouri erschossen.

Seit dem vergangenen Wochenende wurden mehr als 50 Zivilisten ermordet. Seit Beginn des diesjährigen Fastenmonats Ramadan vor drei Wochen sind damit mehr als 200 Menschen bei Überfällen ums Leben gekommen. Die Massaker an Zivilisten stehen im Gegensatz zur Staatspropaganda, die von einem Erfolg bei der Bekämpfung des seit neun Jahren dauernden Terrorismus spricht. Ein seit anderthalb Jahren gültiges Amnestiegesetz hat nicht das versprochene Ende der Gewalt gebracht.

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