Anschlag im Zentrum Jerusalems
Israel sagt Waffenruhe-Verhandlungen ab

Nach einem neuen palästinensischen Selbstmordanschlag mit mindestens drei Toten hat die israelische Regierung am Donnerstag die für den Abend geplanten Verhandlungen über eine offizielle Waffenruhe abgesagt.

dpa JERUSALEM. Ein Regierungssprecher machte Palästinenserpräsident Jassir Arafat direkt für den Anschlag verantwortlich, weil er nichts gegen den Terrorismus unternehme. Zu dem Anschlag im Zentrum Jerusalems hatten sich zuvor die Al-Aksa- Brigaden bekannt, der bewaffnete Arm von Arafats Fatah-Organisation.

Der Attentäter hatte sich am Nachmitgag in der belebten King George Straße im Zentrum West-Jerusalems in die Luft gesprengt. Zwei Israelis wurden dabei getötet, 50 weitere Passanten durch die gewaltige Explosion zum Teil lebensgefährlich verletzt. Der Körper des Attentäters wurde völlig zerrissen.

Die Explosion ereignete sich in der Nähe einer Pizzeria, die bereits im August vergangenen Jahres durch einen Anschlag mit 15 Toten verwüstet worden war. Unmittelbar nach dem neuen Anschlag sperrte die Polizei das Gebiet weiträumig ab. Krankenwagen rasten zum Tatort.

Erst am Mittwochmorgen hatte sich ein Palästinenser in einem Linienbus bei Um-el-Fachem in Nordisrael in die Luft gesprengt und dabei sieben Israelis mit sich in den Tod gerissen.

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