Anschlag in Heidelberg
Keine Verbindung zu bin Laden

Das mutmaßliche Terroristenpärchen von Walldorf hat nach vorläufigen Einschätzungen der Ermittlungsbehörden auf eigene Faust gehandelt. Die bisherigen Ermittlungen deuteten nicht auf Verbindungen zu islamischen Terroristen hin, verlautete am Montag in Stuttgart.

HB/ap HEIDELBERG. Zwischen den ersten Hinweisen darauf, dass der am vergangenen Donnerstag festgenommene Osman P. mit Chemikalien hantierte, und der Festnahme vergingen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Heidelberg rund eineinhalb Monate. Bereits am 19. Juli habe die Staatsanwaltschaft von den US-Behörden eine entsprechende Vernehmungsniederschrift einer Zeugin erhalten, sagte die zuständige Oberstaatsanwältin Elke O'Donoghue am Montag der Nachrichtenagentur AP.

Die Staatsanwaltschaft habe daraufhin die Vernehmung der Zeugin angeordnet, die allerdings erst am 28. August habe stattfinden können, weil die Frau nicht auffindbar gewesen sei. Bei der Vernehmung hätten sich dann konkrete Verdachtsmomente ergeben, sagte O'Donoghue. Zwei Tage später sei ein Durchsuchungsbeschluss ergangen. Die Sonderkommission des baden-württembergischen Landeskriminalamts gegen islamistische Terroristen wurde laut Staatsanwaltschaft erst vergangene Woche eingeschaltet.

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