Ansett in Finanznöten
Lufthansa-Partnerin droht Verlust der Lizenz

Die mit der Deutschen Lufthansa verbündete australische Fluggesellschaft Ansett kämpft ums Überleben. Wegen Sicherheitsmängeln droht der Lizenzentzug.

dpa-afx SYDNEY/FRANKFURT. Konzernmanager arbeiteten derzeit an einem Rettungsplan, der die Sicherheitsbedenken der Luftfahrtbehörden zerstreuen werde, sagte Firmenchef Gary Toomey am Dienstag. Es solle auch ein Weg gefunden werden, um frisches Geld für die Erneuerung der überalterten Ansett-Flotte zu bekommen.

Australischen Medienberichten zufolge braucht Ansett 5 Mrd. australische Dollar (knapp 2,9 Mrd. Euro/5,6 Mrd. DM). Eine Lufthansa-Sprecherin wollte sich nicht eindeutig dazu äußern, ob ihr Konzern dem Allianzpartner Ansett ähnlich wie 1999 Air Canada Geld zur Verfügung stellen würde. Dies sei in der Branche "eigentlich nicht üblich", sagte sie in Frankfurt am Main.

Ansett Australia, die zweitgrößte Fluggesellschaft des Kontinents nach Qantas, hatte kurz vor Ostern auf Anordnung der Luftfahrtbehörde CASA ihre gesamte Flotte von Flugzeugen des Typs Boeing 767 am Boden lassen müssen. Die CASA ließ dem Unternehmen bis Freitag Zeit, um Änderungen in Gang zu bringen. Sollte der Plan nicht zufrieden stellend ausfallen, hätte Ansett nur noch zwei Wochen Zeit, um den Erhalt ihrer Lizenz zu rechtfertigen.

Toomey betonte, seine Gesellschaft müsse "nicht gleich morgen" Milliarden Dollar beschaffen. Neue Flugzeuge zu bekommen, brauche Zeit. Zunächst werde Ansett Maschinen mieten, um die zehn alten Boeng 767 zu ersetzen.

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